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Roland Busch : Der Lego-Mann von Siemens

Ein Physiker: Roland Busch soll Siemens auf Vordermann bringen. Bild: dpa

Roland Busch muss aus vielen Teilen einen digitalen Welt-Konzern bauen, der sich von seinen Wurzeln trennt. Doch von der „neuen Siemens“ soll keine Rede sein.

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          So schnell bringt Roland Busch nichts aus der Ruhe – zumindest nach Außen hin nicht. Wie es drinnen aussieht, zwingt manche zum Rätseln. Mit Bedacht und sonorer Stimme spricht er ganz souverän, wenn er sich in seinem von Technik geprägtem Umfeld wohl fühlt. Oft steht der Zwei-Meter-Mann dann mit präsenter Statur freundlich lächelnd da und grinst gerne das eine oder andere mal in sich hinein. Was für Beobachter bedeuten kann: Unangenehmes lächelt er einfach weg.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Das musste der 55 Jahre alte Physiker und technologieversessene Manager von Siemens in den vergangenen zwölf Monaten des öfteren tun, um nach Außen ein Bild der Normalität abzugeben. Obwohl nichts normal war. Wenn Busch an diesem Donnerstag die Führung des Münchner Dax-Konzerns übernimmt, ist er noch lange nicht unumstrittener Vorstandsvorsitzender. Er ist und bleibt Stellvertreter, selbst wenn er zum 1. Oktober die volle Verantwortung für das operative Geschäft übernimmt. Dieser Wachwechsel an der Konzernspitze ist ein ziemlich einmaliger Vorgang in der deutschen Industrie.

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