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Deutscher Autohersteller : Der nächste Daimler-Chef bereitet ein Milliarden-Sparprogramm vor

  • Aktualisiert am

Mitarbeiter in der S-Klasse-Fertigung in Sindelfingen. Bild: EPA

Acht Milliarden Euro und 10.000 Stellen – Ola Källenius hat angeblich vor, die Kosten des Stuttgarter Herstellers drastisch zu reduzieren.

          Der designierte Daimler-Vorstandsvorsitzende Chef Ola Källenius wird angesichts hoher Entwicklungsausgaben offenbar umfangreich Kosten einsparen. Alleine bei Mercedes-Benz sollen bis zum Jahr 2021 sechs Milliarden Euro zusätzlich eingespart werden, in der Lastwagen-Sparte seien es zwei Milliarden, berichtet das „Manager Magazin“ ohne Quellenangabe.

          Daimler habe seine Entwicklungsausgaben in den vergangenen vier Jahren vor allem wegen der schärferen Abgasregeln um gut 60 Prozent erhöht. Die Umsatzrendite drohe von derzeit 6,2 Prozent auf 4 bis 5 Prozent zu fallen. Das Unternehmen bezeichnete den Bericht als „Spekulation“. Allerdings hatte Dieter Zetsche in seiner letzten Jahrespressekonferenz als Daimler-Chef im Februar schon betont, man könne mit der Rendite von Mercedes nicht zufrieden sein, deshalb habe man begonnen „umfassende Gegenmaßnahmen“ zu erarbeiten.

          Das Sparprogramm werde vermutlich mit einem umfangreichen Personalabbau einhergehen, berichtete das Magazin weiter. Mittelfristig sei denkbar, dass vielleicht 10.000 der zuletzt knapp 300.000 Stellen wegfallen.

          Mit drastischen Maßnahmen ist gleichwohl nicht zu rechnen: Die Arbeitsplätze der Daimler-Mitarbeiter im Inland sind so sicher wie bei kaum einem anderen Industrieunternehmen. Bis zum Jahr 2029 sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, wenn Daimler wie geplant in den nächsten Monaten eine neue Struktur bekommt, mit den drei Gesellschaften Mercedes AG, Daimler Truck AG und Daimler Mobility AG unter dem Dach der Daimler AG als Management-Holding. 

          Dem Bericht zufolge will Källenius, der Dieter Zetsche auf der Hauptversammlung im Mai als Konzernchef beerben soll, zudem die Zusammenarbeit mit Renault-Nissan beenden. Seit der Untersuchungshaft des ehemaligen Renault-Vorstandsvorsitzenden Carlos Ghosn liefen fast alle gemeinsamen Geschäfte mit der französisch-japanischen Allianz schlecht. Im Aufsichtsrat wachse deshalb der Unmut. Källenius werde die Zusammenarbeit allerdings nicht abrupt beenden, sondern sanft auslaufen lassen.

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