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Strukturwandel : Der Duisburger Hafen setzt auf China statt Kohle

  • -Aktualisiert am

Weniger Kohle: Der Duisburger Hafen steht vor Veränderungen. Bild: dpa

Die Bedeutung des fossilen Brennstoffs lässt nach – das merkt man auch im Duisburger Hafen. Dort soll die Kohle-Umschlaginsel bald einem Containerterminal weichen. Dieses stärkt den Handel mit China.

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          Im Duisburger Hafen wird der Strukturwandel im Ruhrgebiet besonders deutlich. Wo früher die Montanindustrie einen ihrer wichtigsten Umschlagplätze hatte, sind heute vor allem Chinesen präsent. Die Duisburger Hafen AG (Duisport) als Betreiber intensiviert den Kontakt seit einigen Jahren, die Neue Seidenstraße wird auch als Schienenverbindung zwischen Deutschland und China immer wichtiger. Nun hat Duisport angekündigt, die Kohleinsel vom kommenden Jahr an aus dem Markt zu nehmen, um an gleicher Stelle unter anderem mit einem chinesischen Partner ein Containerterminal zu errichten.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          „Damit reagiert Duisport auf den infolge der Energiewende stark zurückgehenden Kohleumschlag und nutzt die Kohleinsel zukünftig insbesondere für die Abwicklung des boomenden Chinahandels“, teilt das Unternehmen mit. Zwischen der Öl- und der Schrottinsel mitten im Ruhrorter Hafenbecken gelegen, lagen auf der Kohleinsel einst die wichtigsten Hafengüter. Heute ist der Containerumschlag deutlich größer. Und der wird vor allem aus Asien angetrieben: Mehr als 100 chinesische Unternehmen haben sich schon in Duisburg angesiedelt, auf einem ehemaligen Thyssen-Krupp-Gelände entsteht ein deutsch-chinesisches Businesscenter, das Investoren locken soll.

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