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Ernüchternder Ausblick : Fresenius rechnet mit Stagnation

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Fresenius musste zuletzt mehrfach Prognosen korrigieren: Der Eingang der Konzernzentrale in Bad Homburg Bild: dpa

Das Geschäft der Tochterunternehmen FMC und Helios schwächt Fresenius. Das laufende Jahr will der Dax-Konzern zu einem Jahr der Investitionen machen.

          Der Gesundheitskonzern Fresenius wird 2019 nach einem Rekordgeschäftsjahr keine großen Sprünge machen. Hohe Investitionen sollen die Basis für künftiges Wachstum legen, drücken aber auf das Ergebnis. Der Konzerngewinn wird deshalb in diesem Jahr stagnieren, wie das Unternehmen am Mittwoch frühere Schätzungen bekräftigte.

          Fresenius präzisierte seine Umsatzprognose und rechnet nun mit einem währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes zwischen drei und sechs Prozent, nachdem zuletzt ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt worden war. „2019 machen wir zu einem Jahr der Investitionen, etwa in Wachstumsfelder wie Heimdialyse, Biosimilars oder neue Service- und Therapieangebote rund um das Krankenhaus“, kündigte Vorstandschef Stephan Sturm an.

          Gescheiterte Übernahme und Nordamerikageschäft bremsen

          Fresenius hatte im vergangenen Jahr bei Anlegern wiederholt für Enttäuschung gesorgt. Nachdem der Vorstand im Oktober schon die Prognose für 2018 gekappt hatte, verabschiedete er sich im Dezember auch noch von den Erwartungen bis 2020. Vor allem bei der Dialysetochter FMC lief es nicht rund.

          Das hat unter anderem mit dem schwächer als erwarteten Geschäft mit Dialysedienstleistungen in Nordamerika und mit negativen Währungseffekten zu tun. Zudem sorgte die abgeblasene Übernahme des amerikanischen Generikaherstellers Akorn für Schlagzeilen.

          Schwäche von Kliniktochter Helios setzt dem Konzern zu

          Schwächen im Geschäft mit Privatkliniken machten Fresenius außerdem zuletzt zu schaffen. Im vierten Quartal brach das Ergebnis der Kliniktochter Helios mit 86 Krankenhäusern in Deutschland und der spanischen Kette Quironsalud um 16 Prozent ein, wie das Dax-Unternehmen am Mittwochmorgen bekanntgab.

          Grund seien sinkende Behandlungszahlen mit dem Trend zu ambulanten Behandlungen. Zudem verließen viele Ärzte das Unternehmen im Zuge des laufenden Umbaus.

          Fresenius setzte im vergangenen Jahr 33,5 Milliarden Euro um, das entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent. Währungsbereinigt lag das Plus bei sechs Prozent. Das bereinigte Konzernergebnis lag bei 1,87 Milliarden Euro, ein Plus von vier Prozent. Für Fresenius sei es das fünfzehnte Rekordjahr in Folge, auch wenn es kein einfaches Jahr gewesen sei, wie Vorstandschef Sturm einräumte. Die Anleger sollen eine fünf Cent höhere Dividende von 0,80 Euro je Aktie erhalten.

          Auch die gebeutelten Anleger des Dialysespezialisten FMC werden mit einer zehn Prozent höheren Ausschüttung von 1,17 Euro je Aktie Euro versöhnt. Sie sollen zudem mit einem Aktienrückkaufprogramm von bis zu eine Milliarde Euro in den nächsten zwei Jahren bei der Stange gehalten werden. FMC verbuchte 2018 einen Umsatzrückgang von sieben Prozent auf 16,5 Milliarden Euro. Das bereinigte Konzernergebnis legte um zwei Prozent auf 1,18 Milliarden zu.

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