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Bayer-Chef Baumann : „Wir lindern mit Monsanto den Hunger“

  • -Aktualisiert am

Ein Zuckermais-Feld von Monsanto in Indien. Bild: dpa

Aktivisten protestieren dagegen, dass Bayer den Saatgutkonzern Monsanto kaufen will. Jetzt antwortet der Bayer-Chef. Und macht ein Versprechen.

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          Der Bayer-Konzern reagiert auf die scharfen Proteste gegen eine Übernahme des Saatgutkonzerns Monsanto. „Uns ist bewusst, welcher Ruf Monsanto vorauseilt“, sagt Vorstandchef Werner Baumann der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und fordert die Monsanto-Gegner zum Dialog auf. „So wie ich mit unseren Investoren rede, um sie von dem Vorhaben zu überzeugen, so gilt das Angebot auch für Umweltschützer und andere NGOs“, sagte der Manager. „Lassen Sie uns darüber reden, wie wir die Landwirtschaft leistungsfähiger machen, um eine wachsende Weltbevölkerung mit sich ändernden Ernährungsgewohnheiten zu versorgen. Gemeinsam mit Monsanto wollen wir helfen, die Ernten weiter zu steigern.“

          Bayer stehe zu seiner gesellschaftlichen Verantwortung, betonte Baumann, der seit Anfang Mai an der Spitze des Konzerns steht, und kündigte an, die Sitten bei Monsanto nach einer Übernahme zu ändern: „Unsere Art, Geschäfte zu führen, ist möglicherweise eine andere als die von Monsanto. Ich kann Ihnen zusichern, dass wir auch diese Geschäfte nach den gleichen Maßstäben führen würden wie unsere anderen auch.“

          Bayer-Vorstandschef Werner Baumann
          Bayer-Vorstandschef Werner Baumann : Bild: Bloomberg

          Der Bayer-Chef räumte ein, dass auch die Finanzwelt Vorbehalte wegen des schlechten Images von Monsanto vorbringt. „Natürlich thematisieren die Investoren auch den Punkt Reputationsrisiken, aber sie stehen nicht im Vordergrund“, sagte Baumann. „Die Fonds wollen wissen, wie wir damit umgehen. Tatsächlich ist die Reputation eminent wichtig für uns, gerade weil wir als Bayer einen so hervorragenden Ruf haben.“

          In dem Zusammenhang deutet er in dem Interview an, dass nach erfolgter Integration Monsanto als Markenname verschwinden könnte. „Die Marke Bayer hat weltweit eine hervorragende Reputation und Stahlkraft. Dies gilt es zu nutzen“, sagte der Konzernchef.

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