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Erfolgreicher Lieferkonzern : Delivery-Hero-Chef verkauft Aktien für 22 Millionen Euro

Niklas Östberg, Mitgründer und Vorstandschef von Delivery Hero Bild: dpa

Die Lieferung von Essen boomt – gerade in der Pandemie. Der Chef des in den Dax aufgestiegenen Lieferkonzerns Delivery Hero kann das nun an seinem Kontostand ablesen.

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          An der Börse, so heißt es, werden Erwartungen gehandelt. Glauben die Aktionäre, dass ein Unternehmen in Zukunft viel Geld verdienen wird, so steigt sein Kurs – manchmal auch unabhängig davon, wie die gegenwärtigen Geschäftszahlen aussehen. Der Berliner Lieferkonzern Delivery Hero ist ein Beispiel dafür: 2011 gegründet, hat das Unternehmen jenseits von Sondereffekten noch nie einen Konzerngewinn erwirtschaftet, doch sein Umsatz wächst mit astronomischen Zuwachsraten. Ebenso klettert sein Kurs: Im vergangenen Jahr hat sich Delivery Heros Aktie um rund 50 Prozent verteuert.

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das kommt nun Niklas Östberg zugute, dem Mitgründer und Vorstandschef des Lieferkonzerns. Er hat im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms Aktien im Wert von 22,5 Millionen Euro erhalten und verkauft. Das teilte Delivery Hero in zwei Pflichtmitteilungen am Montag mit. Rund ein Drittel der Aktien im Wert von 7,8 Millionen Euro verkaufte er demnach zur Begleichung von Steuern und Abgaben. Für ihn bleiben 14,8 Millionen Euro.

          Östberg erhielt die Aktien als Teil des Beteiligungsprogramms für einen deutlich reduzierten Kaufpreis von 5,83 Euro je Aktie. Er stieß sie zu einem Kurs von 105,67 Euro ab. Zieht man vom Verkaufspreis den Teil für Steuern und den Kaufpreis ab, fließen rechnerisch 13,98 Millionen Euro mutmaßlich in sein privates Vermögen.

          DELIVERY HERO SE NA O.N.

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          Das Unternehmen ließ am Montag mehrere Anfragen zum Verkauf unbeantwortet. Details des Beteiligungsprogramms sind deshalb unklar, ebenso ist die Frage offen, ob Östberg sich den Zeitpunkt für den Verkauf bewusst ausgesucht hat.

          Der Chef von Delivery Hero hatte schon im November Aktien für 7 Millionen Euro verkauft. Damals hieß es, der Verkauf habe keine Auswirkungen auf Östbergs Glauben an das Unternehmen. Er habe in der Vergangenheit viele Mittel in die Gründung und das Wachstum von Delivery Hero gesteckt.

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