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In Deutschland : Deichmann baut 200 neue Filialen

Deichmann baut sein Geschäft mit den Schuhen weiter aus. Bild: dpa

Nicht nur das Filialgeschäft läuft für Europas größten Schuhhändler. Auch online sieht sich Deichmann als Pionier.

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          Mit Investitionen in Rekordhöhe will Europas größter Schuhhändler, die Deichmann SE aus Essen, seine Expansion vorantreiben. In diesem Jahr sollen 245 (Vorjahr: 232) Millionen Euro in den Ausbau des Filialnetzes und die Digitalisierung des Geschäfts fließen. Geplant ist die Eröffnung von 208 neuen Filialen, davon 33 in Deutschland. Darüber hinaus stehen in 270 Geschäften Renovierungen an. Allein hierzulande werden 128 Standorte modernisiert. Weitere Mittel sind für den Ausbau des Online-Angebots, für die IT-Infrastruktur und die Logistik vorgesehen.

          Christine Scharrenbroch

          Freie Autorin in der Wirtschaft.

          Als Wachstumstreiber erwies sich im vergangenen Jahr der Verkauf über das Internet. Die 36 eigenen Onlineshops hätten in der Regel zweistellige Zuwachsraten verzeichnet, berichtete Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Familienunternehmens. Zudem habe auch der Umsatz in den stationären Schuhgeschäften flächenbereinigt zugelegt. So setzten die 3989 Filialen, die das Unternehmen in 25 europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten betreibt, bereinigt um Veränderungen im Filialnetz 2,8 Prozent mehr um.

          „Ship to Home“

          Insgesamt steigerte die Gruppe ihren Umsatz von 5,6 auf 5,8 Milliarden Euro. Währungsbereinigt ergibt sich den Angaben zufolge ein Plus von knapp 6 Prozent. Verkauft wurden 176,6 Millionen Paar Schuhe, 3 Millionen Paar mehr als im Vorjahr. Wie viel das Onlinegeschäft mittlerweile zum Umsatz beisteuert, geben die Essener nicht bekannt. Seit dem Jahr 2000 werden die Produkte über das Internet vertrieben, womit sich Deichmann als Pionier in der Schuhbranche betrachtet.

          Wichtiger wird das sogenannte Omnichannel-Konzept, mit dem Kunden leichter zwischen den einzelnen Einkaufskanälen wechseln sollen. Zuletzt wurde etwa der Lieferservice „Ship to home“ hierzulande ausgebaut. Kunden können in der Filiale nicht vorrätige Schuhe bestellen und sich nach Hause liefern lassen.

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