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Davos 2005 : Finnland ist der umweltfreundlichste Staat

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So schön kann Deutschland sein - trotzdem reicht es nur zu Platz 31 Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Amerikanische Forscher haben in Davos den „Umweltindex Nachhaltigkeit 2005“ vorgestellt. Finnland gewinnt, Deutschland belegt nur Platz 31 - hinter Panama, Slowenien und Japan.

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          Finnland ist einer neuen Rangliste zufolge der umweltfreundlichste Staat der Erde. Deutschland belegt Platz 31 - hinter Panama, Slowenien und Japan.

          Der „Umweltindex Nachhaltigkeit 2005“ (ESI) wurde am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt. Forscher der amerikanischen Universitäten Yale und Columbia hatten dafür 146 Länder nach 21 Faktoren wie etwa Treibhausgasemissionen, Wassergüte und umweltpolitisches Engagement verglichen. Die weiteren Spitzenplätze belegen Norwegen, Uruguay, Schweden und Island. Auch die Schweiz (Platz 7) und Österreich (10) gehören zu den Top Ten.

          Der Irak ist unter den Schlußlichtern

          Am schlechtesten schnitt Nordkorea ab. Zu den fünf Schlußlichtern gehören außerdem Usbekistan, der Irak, Turkmenistan und Taiwan. Politische und Umweltprobleme gingen oft Hand in Hand, erläuterte einer der Studienautoren, Marc Levy von der Columbia-Universität, dem britischen Fachjournal „Nature“ (Online-Ausgabe). „Zentralistische, nichtdemokratische, geschlossene Gesellschaften neigen zu Schwierigkeiten beim Umgang mit ihren Umweltinteressen.“

          Reichtum und stabile demokratische Verhältnisse seien allerdings keineswegs Garanten für besondere Umweltfreundlichkeit, betonte die Yale-Universität. So belege beispielsweise Belgien nur Platz 112, obwohl es ebenso wohlhabend sei wie der Viertplazierte Schweden. Umgekehrt behindere das Umweltengagement nicht zwangsläufig die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. So sei der Spitzenreiter Finnland in seiner Wettbewerbsfähigkeit den Vereinigten Staaten ebenbürtig, die in der Umwelt- Rangliste auf Platz 45 kommen.

          Bevölkerungsdichte ist Finnlands Vorteil

          Allerdings sei eine gute Platzierung kein Grund zum Ausruhen, mahnte Levy. So belege etwa Brasilien Platz 11, verliere jedoch nach wie vor an Artenreichtum durch die anhaltende Regenwaldrodung.

          Das Bundesumweltministerium kritisierte die Methoden von ESI (Environmental Sustainability Index). „Bei dieser übergreifenden Ranking-Liste werden Äpfel mit Birnen verglichen“, sagte Sprecher Thomas Hagbeck. Aussagekräftig seien nur Vergleiche innerhalb von Gruppen ähnlicher Länder. So erreiche Deutschland mit 56,9 Punkten unter den Ländern mit hoher Bevölkerungsdichte den zweiten Platz hinter Japan (57,3 Punkte) und vor den Niederlanden (53,7). Auch die Verfasser der Rangliste hatten betont, daß Finnlands Spitzenplatz unter anderem ein Produkt seiner geringen Bevölkerungsdichte sei.

          Deutschland verbessert sich

          Deutschland schneidet laut Hagbeck vor allem bei den Indikatoren schlecht ab, die relativ zur Landfläche oder Bevölkerungsdichte berechnet werden, so etwa bei der Menge des pro Kopf vorhandenen Grundwassers. Das Bundesumweltministerium begrüßte aber, das Deutschland sich seit 2002 auf der Rangliste verbessert habe.

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