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Tesla-Werk in Brandenburg : Der Kampf ums Wasser

  • -Aktualisiert am

Ganz schön trocken hier: Sagen die Gegner der Tesla-Fabrik nahe Berlin. Elon Musk sieht das anders. Bild: Matthias Lüdecke

Damit Tesla seinen Wasserbedarf in Grünheide stillen kann, sollen jetzt auch andere Orte angezapft werden. Doch das ist nicht so einfach. Die Konkurrenz um den begehrten Rohstoff wächst.

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          Als Tesla-Chef Elon Musk im vergangenen Herbst die Baustelle für die Fabrik des amerikanischen Elektroautoherstellers im brandenburgischen Grünheide besichtigte, da hatte er auf die Frage nach dem Wasserproblem eine einfache Antwort: Es gibt keines. Also kein Problem. „Ich meine, wir sind ja hier nicht in der Wüste“, sagte Musk und zeigte auf die stattlichen Kiefern, die am Rand der A10 südöstlich von Berlin wachsen. Wo Bäume sind, da sei auch Wasser. Die Sorge von Anwohnern vor einer drohenden Wasserknappheit in der Region? Völlig unbegründet.

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Doch ganz so einfach, wie der Selfmade-Milliardär die Sache darstellt, ist sie nicht. Zwar hat der örtliche Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) nach seiner anfänglichen Kritik inzwischen zugesichert, dass er den Bedarf von Tesla in der ersten Ausbaustufe des Werks decken kann. Rund 1,4 Millionen Kubikmeter kann der Autohersteller demnach jährlich nutzen, wenn die Produktion – sofern die noch ausstehende Genehmigung erteilt wird – im Lauf des Sommers startet. Doch WSE-Chef André Bähler hat auch deutlich gemacht, dass damit die Reserven vor Ort erschöpft sind. Da Tesla aber noch weitere Produktionshallen auf dem Gelände plant, allen voran eine Batteriezellenfertigung, gibt es ein Problem. Und zwar kein kleines.

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