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Maschinen, Models, Magazine : Das neue Luxusleben des Horst-Dieter Esch

Fühlt sich mittlerweile zu alt für eine Modelagentur: Horst-Dieter Esch Bild: Fernando Castillo

Aus dem Gefängnis in die Vereinigten Staaten: Horst-Dieter Esch hat Höhen und Tiefen erlebt. Ähnlich wie sein Bekannter Donald Trump. Heute verkauft der Unternehmer teure Immobilien in einem Strandparadies.

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          Horst-Dieter Esch kann sich noch gut an ein Abendessen mit Donald Trump erinnern. Es war an einem Freitag Anfang der neunziger Jahre bei „Il Mulino“, einem italienischen Lokal in New York. Der deutsche Unternehmer war in Begleitung seiner damaligen Frau, Trump hatte seine Freundin und spätere zweite Frau Marla Maples dabei. Die Stimmung war gedrückt, Trump, den Esch sonst als überschwänglichen Optimisten kannte, war niedergeschlagen.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Der heutige amerikanische Präsident steckte in seinem Immobiliengeschäft in argen Finanznöten und fürchtete, dass seine Kreditgeber ihn innerhalb weniger Tage pleitegehen lassen würden. Esch versuchte, Trump aufzumuntern und versicherte ihm, dass die Banken ihm am Ende helfen würden, da sie im Falle eines Bankrotts noch mehr zu verlieren hätten. „Damit habe ich recht behalten“, sagt Esch heute. Trump stellte zwar später mit seinen Firmen wiederholt Insolvenzanträge. Aber einen persönlichen Konkurs konnte er vermeiden – was ihm half, in der Öffentlichkeit das Bild als erfolgreicher Geschäftsmann zu kultivieren.

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