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Möbel Start-up Westwing : Auf die Frauen kommt es an

  • -Aktualisiert am

Stefan Smalla und Delia Fischer, die Gründer des Internet-Einrichtungshauses Westwing. 90 Prozent der Kunden sind Frauen. Bild: Tobias Schmitt

Ob Samthocker aus Portugal oder Teppiche aus Amerika: Westwing verkauft im Internet Möbel aus aller Welt. Und will damit an die Börse.

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          Das Sofa, auf dem Delia Fischer an diesem Sommernachmittag Platz nimmt, ist aus Samt. Natürlich. „Das ist gerade voll im Trend“, erklärt Fischer und streichelt mit ihrer Hand das graue Polster. Sie muss es wissen, hat sie doch Westwing gegründet, ein erfolgreiches Start-up für Inneneinrichtung. An der Wand hängt ein Spiegel, umrahmt von Dutzenden goldenen Metallstrahlen. Auf dem Beistelltisch neben dem Sofa steht ein „Stehrümchen“, wie die gerade mit dem Wirtschaftspreis der Stadt München ausgezeichnete Unternehmerin total unnütze, aber schön anzusehende Einrichtungsgegenstände liebevoll nennt.

          Fischer wollte es schon immer schön haben um sich herum. Schön gemütlich, schön praktisch und schön anzuschauen. „Das habe ich von meiner Mama“, erinnert sich die 34-Jährige. „Früher standen bei uns immer frische Kräuter oder Blumen aus dem Garten auf dem Esstisch.“ Nur Kleinigkeiten zwar, aber mit Liebe ausgesucht. Als sie wieder einmal umzog, frustrierte sie die Auswahl der Möbelgeschäfte derart, dass sie entschied, etwas daran zu ändern. Sie gab ihre Stelle als Deko-Redakteurin bei der Zeitschrift „Elle“ auf und gründete 2011 Westwing, einen Shopping-Club, der seine Mitglieder mit exklusiven Möbelstücken aus aller Welt versorgt, aber vor allem für den kleinen Geldbeutel viel zu bieten hat.

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