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Helmut Bünder (bü.)

Tengelmann und Edeka : Fusion mit Hürden

  • -Aktualisiert am

Bald bei Edeka: die Supermärkte von Tengelmann Bild: dpa

Edeka will die Supermärkte von Tengelmann kaufen. Kaum vorstellbar, dass das Kartellamt das einfach abnickt. Dabei steckt der Teufel im Detail.

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          Als das Bundeskartellamt Ende September seinen Bericht über die Marktmacht der großen Supermarktketten vorlegte, war von einem Verkauf der Tengelmann-Märkte an Edeka noch keine Rede. Im Nachhinein liest sich die „Sektoruntersuchung“ allerdings wie eine Veto-Drohung gegen die geplante Übernahme. Schon jetzt halten die Wettbewerbshüter die starke Stellung des Quartetts aus Edeka, Rewe, Aldi und Lidl für höchst bedenklich, einer weiteren Konzentration wollen sie „konsequent entgegenwirken“. Kaum vorstellbar also, dass die Fusion einfach durchgeht.

          Dass das Kartellamt eine aufwendige vertiefte Prüfung einleiten wird, steht schon fest. Mit seinem Marktanteil von 0,6 Prozent ist Tengelmann im deutschen Lebensmitteleinzelhandel zwar nur ein Zwerg. Doch in der Fusionskontrolle geht es um die einzelnen regionalen Märkte, und in der Scharfeinstellung ändert sich das Bild: Schließlich konzentrieren sich die Tengelmann-Märkte auf einige wenige Gebiete in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern.

          Schon infolge des Verkaufs der Plus-Discountmärkte an Edeka vor sechs Jahren hatte Tengelmann Kröten schlucken müssen. Weil das Kartellamt regionale Wettbewerbsprobleme befürchtete, bestand es darauf, einen Teil der Standorte zu verkaufen. Ob es auch dieses Mal so kommt?

          Helmut Bünder
          (bü.), Wirtschaft

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