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Michael Lohscheller : Das Erbe des Opel-Chefs

  • -Aktualisiert am

Michael Lohscheller vor dem Opel-Werk in Eisenach Bild: dpa

Den Abschiedszeitpunkt hat der bisherige Opel-Chef Lohscheller gut gewählt. Er hat in vier Jahren mehr erreicht, als manche ihm anfangs zugetraut haben.

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          Besser hätte Opel-Chef Michael Lohscheller seinen Abschiedszeitpunkt nicht wählen können. Bekanntlich soll man ja dann gehen, wenn es am schönsten ist. Zumindest für Opel-Maßstäbe läuft es gerade wirklich ganz gut.

          Die deutsche Tochtergesellschaft des Stellantis-Konzerns wirtschaftet schon länger profitabel, sie hat eine klare Strategie für die Elektromobilität und will in Märkte vorstoßen, die unter dem Alteigentümer, dem amerikanischen Autokonzern General Motors, unerreichbar waren, Stichwort: China. Diese Ziele hatte der französische Opel-Käufer PSA Peugeot Citroën Lohscheller zum Amtsantritt im Jahr 2017 ins Aufgabenheft diktiert. Sein unbestreitbares Verdienst ist es, sie erfüllt zu haben – wenngleich das nur möglich war, indem er Opel und seine Belegschaft in Deutschland radikal verkleinerte.

          Gleichwohl hatte Lohscheller auch keine andere Chance, als den damals überdimensionierten Autohersteller zu verschlanken. Sonst wäre er seinen Posten schnell wieder losgeworden. Stattdessen übergibt Lohscheller nun im September ein robust aufgestelltes Unternehmen mit Angriffspotential. Und das ist mehr, als ihm viele zugetraut hätten.

          Martin Gropp
          Redakteur in der Wirtschaft.

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