https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/das-briefporto-steigt-von-70-auf-80-cent-16202666.html

F.A.Z. exklusiv : Das Briefporto steigt von 70 auf 80 Cent

Eine Frau wirft in Erfurt einen Brief wird in einen Briefkasten der Deutschen Post AG. Bild: dapd

Jetzt ist es raus: Der Standardbrief kostet künftig 10 Cent mehr. Auch alle anderen Briefarten werden deutlich teurer – die Postkarte sogar um ein Drittel. Nur ihre Großkunden verschont die Post zunächst.

          3 Min.

          Dass am 1. Juli die größte Portoerhöhung aller Zeiten kommt, steht fest. Für große Spannung sorgt aber noch die genaue Höhe der Preisanhebungen für die verschiedenen Briefprodukte. Nun hat die Deutsche Post ersten Großkunden vorab mitgeteilt, wie stark sie die einzelnen Porti erhöhen will. Wie die F.A.Z. erfahren hat, soll der Standardbrief künftig 80 Cent kosten statt bislang 70 Cent. Zwar verteuert sich das wichtige Produkt nicht so stark wie von Beobachtern erwartet, dafür langt die Post bei den anderen Briefarten teils umso kräftiger zu. So werden für eine Postkarte demnächst 60 Cent und damit ein Drittel mehr fällig als bisher.

          Christine Scharrenbroch
          Freie Autorin in der Wirtschaft.

          Jeweils um 10 Cent klettern die Porti für den Kompakt-, den Groß- und den Maxibrief. Für den Kompaktbrief, der die gleichen Maße wie der Standardbrief aufweist, aber mehr als doppelt so schwer sein darf, sind 95 Cent vorgesehen. Der Großbrief soll sich auf 1,55 Euro verteuern, der Maxibrief auf 2,70 Euro. Einschreiben werden um 5 Cent angehoben, Auslandssendungen sogar um 20 Cent. Die neuen Preise sollen am 1. Juli in Kraft treten und bis Ende 2021 gelten. Allein die Portoerhöhung für den Standardbrief dürfte den Bonnern Mehreinnahmen von mehreren Hundert Millionen Euro bescheren. Ein Post-Sprecher wollte sich zu den künftigen Porti nicht äußern.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Neue Wege: Der Wasserstand des Rheins ist so niedrig, dass Touristen zum Bingener Mäuseturm laufen können.

          Trockenheit am Mittelrhein : Als hätte es Steine in den Fluss geregnet

          Aus dem Mittelrhein ragen fußballfeldgroße Inseln. Der Wasserstand ist teilweise so niedrig, dass man den Fluss durchwaten kann. Manche Fähren stellen den Betrieb ein – und Anwohner trauen ihren Augen kaum.
          Russische Touristen bei der Passkontrolle am Grenzübergang Nuijamaa in Lappeenranta

          Urlaub in Europa : Keine Visa mehr für russische Touristen?

          Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hat die EU in ihren Sanktionspaketen Oligarchen mit Reiseverboten belegt. Russische Touristen können aber weiter Visa beantragen. Das sorgt für Unmut.

          Gendern von oben : Öffentlich-rechtliche Umerziehung

          Rundfunk und Fernsehen maßen sich eine sprachliche Erziehung an, die ihnen nicht zusteht. Sie verhalten sich dabei nicht nur zutiefst undemokratisch, es widerspricht auch dem Auftrag der öffentlich-rechtlichen Medien.