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Zahlungsdienstleister : Das bedeutet der ruinierte Ruf für Wirecard

Wirecard-Chef Markus Braun hat einiges zu erklären. Bild: dpa

Mittlerweile wird auf dem Markt offen über eine Pleite von Wirecard spekuliert. Für den Konzern wird das zu einem riesigen Problem, von dem die Konkurrenz profitieren dürfte. Chef Markus Braun äußert sich derweil im Video.

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          Wirecard hat mit dem abermaligen Verschieben des Geschäftsberichts ein Beben auf dem Markt für Zahlungsdienste ausgelöst. Dieses könnte nun schwerwiegende Konsequenzen für das Münchner Unternehmen haben. Wenn es am heutigen Freitag keinen von Wirtschaftsprüfern testierten Jahres- und Konzernabschluss vorlegt – wozu es aller Voraussicht nach nicht kommen wird –, könnten Kredite von etwa zwei Milliarden Euro gekündigt werden. Das hatte der Zahlungsdienstleister am Donnerstag bekannt gegeben. Erstmals spielt der Markt deshalb ernsthaft eine Insolvenz des Fintechs durch: Die bis zum Jahr 2024 laufende Anleihe wird mit einem Abschlag von 50 Cent je Euro gehandelt, die Rendite springt auf 19 Prozent. Was bedeutet das für Wirecard, den Markt und die Konkurrenz?

          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zum einen kann man fest davon ausgehen, dass weiterhin immer mehr mit Karte bezahlt werden wird, sei es online oder sei es in den Läden. Wirecard ist zu klein, als dass es für den Markt ein Problem wäre, wenn es einen Zahlungsdienstleister weniger gibt. Allein auf dem deutschen Markt gibt es mehr als ein Dutzend Konkurrenten. Manche sind mehr auf den stationären Handel konzentriert, andere mehr auf den Onlinehandel. 

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