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Vergütungsaffäre bei VW : Wie viel darf ein Betriebsrat verdienen?

Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats sowie Mitglied des Präsidiums des Aufsichtsrates der Volkswagen AG Bild: dpa

Die Vergütung der Betriebsräte von Volkswagen und Porsche soll zu hoch sein. Jetzt wird ermittelt, Arbeitsrechtler fordern mehr Transparenz. Doch wie viel Gehalt ist gerechtfertigt?

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          Haben einflussreiche Betriebsratsmitglieder des Volkswagen-Konzerns jedes gesunde Maß für die Vergütungsstrukturen verloren? Angesichts der jüngst bekanntgewordenen Vorwürfe in der Gehälteraffäre von Volkswagen sprechen sich Arbeitsrechtler dafür aus, die Vergütungen von Betriebsräten transparenter zu machen. Betriebsräte sollten ihre Vergütungsstruktur künftig „betriebsöffentlich“ machen, befürwortet Thomas Klebe, Leiter des Hugo Sinzheimer Instituts für Arbeitsrecht. Das schaffe Transparenz und Vertrauen.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Bernd Freytag

          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Ludwigshafen.

          Wie die F.A.Z. berichtete, ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen möglicherweise überhöhter Zahlungen an Betriebsräte gegen den Chef des Volkswagen-Konzernbetriebsrats Bernd Osterloh. Er soll einer Kommission angehört haben, die über die Vergütung mitentschied. Gegen Osterloh, der in seinen besten Jahren für das „Ehrenamt“ Betriebsrat bis zu 750.000 Euro erhalten haben soll, wird wegen Beihilfe zur Untreue ermittelt.

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