https://www.faz.net/-gqe-96nrc

Im vergangenen Jahr : Daimler-Mitarbeiter bekommen Tausende Euro Prämie

  • Aktualisiert am

Daimler hat im vergangenen Jahr die meisten Premiumautos auf der Welt verkauft. Bild: dpa

Der Autohersteller hat im vergangenen Jahr mehr Geld verdient. Die Börse ist nicht ganz zufrieden – aber die Mitarbeiter bekommen eine hohe Sonderzahlung.

          Die Beschäftigten des Stuttgarter Autobauers Daimler bekommen in diesem Jahr wieder eine deutlich höhere Prämie. 5700 Euro sollen die in Deutschland nach Tarifvertrag beschäftigten rund 130.000 Mitarbeiter im April zusätzlich erhalten, teilte der Konzern am Donnerstag in Stuttgart mit. Das sei die höchste Ergebnisbeteiligung in der Firmengeschichte. 2017 hatten die Mitarbeiter 5400 Euro Prämie bekommen, im Jahr davor 5650.

          Die Prämie bemisst sich am operativen Gewinn des Konzerns im jeweiligen Vorjahr. Den hat das Unternehmen bei anhaltend hoher Nachfrage gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei 2017 um 14 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. 2016 hatte der Dax-Konzern allerdings anders als 2017 einige Sonderbelastungen verbucht, so dass die Vergleichszahl niedrig war.

          Der Umsatz kletterte bei 3,27 Millionen verkauften Pkw und Nutzfahrzeugen, einem Absatzplus von neun Prozent, um sieben Prozent auf 164,3 Milliarden Dollar. „Wir haben unseren Trend vom profitablen Wachstum fortgesetzt und erneut Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis erzielt“, erklärte Daimler-Finanzchef Bodo Uebber.

          Der Dax-Konzern traf damit beim Jahresergebnis die Erwartungen von Analysten, schnitt im vierten Quartal aber etwas schlechter ab als vorhergesagt. Von Oktober bis Dezember erwirtschaftete Daimler 3,47 Milliarden Euro und damit soviel wie vor Jahresfrist. Unter dem Strich verdiente der Fahrzeughersteller 10,9 Milliarden Euro und damit 24 Prozent mehr, was zum Teil am Buchgewinn durch die Steuerreform in den Vereinigten Staaten lag. Die Dividende soll auf 3,65 Euro je Aktie von 3,25 Euro im Jahr zuvor steigen.

          Den weltweiten Spitzenplatz beim Verkauf von Premiumautos hatte Daimler im vergangenen Jahr gegen den Rivalen BMW verteidigt. 2,29 Millionen Autos der Kernmarke Mercedes-Benz wurden verkauft und damit 9,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

          DAIMLER

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Weitere Themen

          Untersuchung von Tech-Konzernen angekündigt Video-Seite öffnen

          Amerikanische Justiz : Untersuchung von Tech-Konzernen angekündigt

          Die amerikanische Regierung kündigte Untersuchungen in die Wettbewerbspraktiken einiger großer Technologie-Unternehmen an. Sollten Gesetzesverstöße festgestellt werden, werde man "entsprechend handeln", hieß es am Dienstag in einer Erklärung des Justizministeriums in Washington.

          Harte Kontrolle der Finanzberater

          Neuer Aufsichtsplan : Harte Kontrolle der Finanzberater

          Ab 2021 soll die Finanzaufsicht Bafin die Kontrolle freier Finanzvermittler an sich ziehen. Den Plan dafür haben mehrere Bundesministerien ausgehandelt. Profitieren sollen davon vor allem die Anleger.

          Topmeldungen

          Boris Johnson : Alles andere als irrwitzig

          Der neu gewählte Tory-Vorsitzende und künftige Premierminister Boris Johnson ist nicht „mad“. Verrückt ist nur die Lage des Landes – drei Jahre nach dem Brexit-Referendum. Ein Kommentar
          Der radikale Konzernumbau der Deutschen Bank führt zu Milliardenverlusten im zweiten Quartal 2019.

          In drei Monaten : Die Deutsche Bank macht 3,1 Milliarden Euro Verlust

          Das größte und wichtigste deutsche Kreditinstitut will und muss sich radikal verändern. Die Belastungen durch den Umbau des Konzerns führen zu tiefroten Zahlen. Besonders betroffen ist die einst bedeutendste und berüchtigtste Sparte des Unternehmens.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.