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Mail vom Vorstandschef : Daimler-Mitarbeiter bekommen 500 Euro Prämie

Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG Bild: dpa

Wegen der Corona-Pandemie hat die Belegschaft des Autoherstellers Zugeständnisse gemacht. Jetzt öffnet der Daimler-Konzern die Kassen.

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          Die Überraschung kam in der Nacht zum Freitag: eine Mail vom Arbeitgeber. Die Beschäftigten von Daimler sollen eine Prämie von 500 Euro bekommen, obwohl wegen der Corona-Krise im vergangenen Jahr eigentlich der Verzicht auf die traditionell hohen Erfolgsbeteiligungen vereinbart war.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Hamburg.

          Die Zahlen für 2020 seien besser ausgefallen, als das in den ersten Monaten des Corona-geprägten Jahres zu erwarten war, heißt es in der Nachricht. In der Bilanzpressekonferenz vorige Woche hatte der Daimler-Vorstandschef Ola Källenius über Milliardengewinne berichtet und über eine deutliche Dividendenerhöhung für die Aktionäre.

          „Dank für den Einsatz in diesem besonderen Jahr“

          „Da der Erfolg auch auf Ihrem intensiven Einsatz in diesen ungewöhnlichen Zeiten beruht, hat sich die Unternehmensleitung mit dem Gesamtbetriebsrat auf die Zahlung einer Erfolgsbeteiligung für das Jahr 2020 verständigt“, heißt es in der Mail. Ausbezahlt werde die Prämie Ende April, „verbunden damit auch der Dank für den Einsatz in diesem besonderen Jahr“. Schon im Dezember hatten die Daimler-Mitarbeiter einen steuerfreien Corona-Bonus in Höhe von 1000 Euro ausbezahlt bekommen.

          Und nicht nur eine einmalige Prämie bekommen die Daimler-Mitarbeiter. Auch die in der Krise vereinbarten Einschnitte an Arbeitszeit und damit Einkommen werden zurückgenommen. Um Kosten zu sparen und die Beschäftigung zu sichern, hatte Daimler im vergangenen Sommer mit den Mitarbeitern in der Verwaltung und in produktionsnahen Bereichen vereinbart, dass die Arbeitszeit um zwei Stunden pro Woche, also um knapp 6 Prozent, verkürzt und das Einkommen entsprechend gekappt wird. Die Regelung sollte bis Ende September gelten, wird nun aber schon Ende März beendet - es gebe wieder mehr zu arbeiten, heißt es in der Mail. 

          Daimler-Chef Ola Källenius hatte, in der vorigen Woche angesprochen auf eine entsprechende Forderung aus dem Betriebsrat, auf die Umsetzung der Strategie verwiesen, die hohe Investitionen und eine Senkung der Fixkosten notwendig mache. „Das ist ein Prozess, der länger dauert“, hatte er in einer Telefonkonferenz mit Journalisten gesagt. Auch jetzt wird darauf verwiesen, dass die „Einsparziele inklusive der Personalmaßnahmen“ weiter gelten, „um die Transformation finanziell abzusichern und sie erfolgreich zu meistern.“

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