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Daimler-Betriebsratschef sauer : „Die SPD-Spitze hat es nicht verstanden“

  • -Aktualisiert am

Vor dem Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart Bild: Frank Röth

Der Verzicht auf eine Kaufprämie für Autos mit Verbrennungsmotor treibt einen Keil zwischen Gewerkschaften und SPD. Die IG-Metall spricht von einem „massiven Vertrauensverlust“, Daimler-Betriebsratschef Brecht ist „stinksauer“. Die SPD schießt scharf zurück.

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          Zwischen den Auto-Gewerkschaften und der SPD gibt es mächtig Ärger. Die Arbeitnehmervertreter sind erbost darüber, dass das Konjunkturpaket der Bundesregierung zwar sagenhafte 130 Milliarden Euro umfasst, eine allgemeine Auto-Kaufprämie aber trotzdem nicht beschlossen wurde. Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht geht nun vor allem mit der SPD-Spitze hart ins Gericht. Er selbst und auch seine Amtskollegen aus der Auto- und Zulieferindustrie seien „stinksauer“. Die Deutsche Presse-Agentur zitiert ihn mit den Worten: „Die SPD-Spitze hat es nicht verstanden.“

          Brecht zufolge „rollt eine Rationalisierungswelle auf die deutsche Autoindustrie zu, die massiv an die Arbeitsplätze herangeht“. Die Branche habe in Wachstum investiert, nun drohten Überkapazitäten, die man nicht drei oder vier Jahre lang überbrücken könne. Warum ausgerechnet die SPD-Spitze das nicht verstanden und sich vehement gegen eine Kaufprämie für schadstoffarme Benzin- und Dieselfahrzeuge im Konjunkturpaket gesperrt habe, verstehe er nicht. Die Parteispitze habe auch nicht den Dialog mit den Betriebsräten gesucht.

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