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Finale Analyse : Curevac-Impfstoff zeigt Wirksamkeit von 48 Prozent

  • Aktualisiert am

Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender von Curevac, am 28 Juni 2021 Bild: dpa

Das Vakzin hat damit im Vergleich zur Konkurrenz eine deutlich geringere Wirksamkeit. Der Austausch mit der EMA über die Zulassung geht indes weiter. Jens Spahn plant für 2022 offenbar allerdings ohne Curevac.

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          Die enttäuschenden Studienergebnisse beim Covid-19-Impfstoff von CureVac haben sich auch nach einer abschließenden Analyse bestätigt. Demnach zeigte das Vakzin eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-Erkrankung jeglichen Schweregrades und in allen Altersgruppen, wie das Tübinger Biotechunternehmen am Mittwochabend mitteilte. Bei einer Zwischenanalyse vor zwei Wochen waren es 47 Prozent gewesen. In der finalen Auswertung wurde nach Angaben von CureVac allerdings eine „signifikante Schutzwirkung“ des Impfstoffs bei Studienteilnehmern zwischen 18 und 60 Jahren beobachtet. Diese sind bei einer Infektion jedoch weniger gefährdet als ältere Menschen.

          Bei dieser Altersgruppe wurde demnach eine Wirksamkeit von 53 Prozent gegen eine Erkrankung jeglichen Schweregrades und von 77 Prozent gegen moderaten und schweren Krankheitsverlauf beobachtet. Vor einem Krankenhausaufenthalt oder Tod seien die geimpften Studienteilnehmer in diesem Alter vollständig geschützt gewesen - sechs Fälle habe es in der Gruppe gegeben, die ein Placebo erhielt. Bei Studienteilnehmern über 60 Jahren, die neun Prozent der untersuchten Fälle dargestellt hätten, sei keine statistisch eindeutige Bestimmung der Wirksamkeit möglich gewesen.

          Insgesamt 228 Covid-Fälle untersucht

          CureVac erklärte, mit der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA in laufendem Austausch für die Fortsetzung des Zulassungsverfahrens des Vakzins zu stehen. In den Planungen des Bundesgesundheitsministeriums für 2022 ist der Impfstoff des Unternehmens indes nicht eingeplant. Insgesamt sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für das Jahr 2022 die Beschaffung von so viel Corona-Impfstoff vor, dass jede Person in Deutschland zweimal geimpft werden könnte. Das kündigte der CDU-Politiker nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen am Mittwoch im Bundeskabinett an.

          CUREVAC N.V. O.N.

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          In einem dem Kabinett vorgelegten Bericht des Gesundheitsministeriums heißt es dazu, dass man neben dem Bezug von 84,4 Millionen Impfdosen von BioNTech/Pfizer auf einen Mix von verschiedenen Impfstoff-Technologien und -Herstellern setze. Neben dem Curevac-Vakzin ist auch jenes von AstraZeneca dabei nicht eingeplant. Stattdessen sei die Beschaffung von 31,8 Millionen Dosen des mRNA-Impfstoffs von Moderna vorgesehen, daneben 18,3 Millionen Dosen des Vektor-Impfstoffs von Johnson & Johnson. Zudem sollen die bisher allerdings nicht zugelassenen Protein- beziehungsweise inaktiven Impfstoffe von Sanofi (42,7 Millionen Dosen), Novavax (16,3 Millionen Dosen) und Valneva (elf Millionen Dosen) beschafft werden. Insgesamt sei eine Menge von 204 Millionen Dosen geplant.

          „Glauben, dass dieses Wirksamkeitsprofil einen wichtigen Beitrag darstellt“

          CureVac-Vorstandschef Franz-Werner Haas zeigte sich gleichwohl zuversichtlich: „Wir glauben, dass dieses Wirksamkeitsprofil einen wichtigen Beitrag darstellt, um die Covid-19-Pandemie zu bewältigen und mit der dynamischen Verbreitung der Virusvarianten umzugehen.“ Er hatte allerdings selbst vor kurzem gesagt, dass CureVac für einen Zulassungsantrag eine Wirksamkeit von 50 Prozent erreichen müsse.

          In der finalen Analyse wurden insgesamt 228 Covid-Fälle untersucht, davon 83 in der Impfstoffgruppe. In der Altersgruppe von 18 bis 60 Jahren reichte die variantenabhängige Wirksamkeit von rund 42 bis hin zu 67 Prozent. 15 Virusvarianten seien in der Auswertung beobachtet worden, der ursprüngliche Virusstamm sei dagegen kaum noch vorgekommen. Insgesamt nahmen an der Studie rund 40.000 Probanden in zehn Ländern in Lateinamerika und Europa teil.

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