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Crashtest : ADAC bemängelt chinesischen Geländewagen

  • Aktualisiert am

Ist dieser chinesische Landwind gefährlich? Bild: AP

Der neue Billig-Geländewagen Landwind aus China ist nach Angaben des ADAC mit katastrophalen Ergebnissen beim Crashtest durchgefallen. Zweifel an dem Test sind nicht laut geworden. Diesmal nicht.

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          Der neue Billig-Geländewagen Landwind aus China ist nach Angaben des ADAC mit katastrophalen Ergebnissen beim Crashtest des Autoclubs durchgefallen. In der 20jährigen Geschichte der ADAC-Crashtests habe noch kein Fahrzeug schlechter abgeschnitten, teilte der Automobilclub am Mittwoch in München mit.

          Allerdings gab es zuletzt Zweifel an der Glaubwürdigkeit des ADAC. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete, das Billigauto Dacia Logan sei in einem „Elchtest“ umgekippt, der sich später als nicht korrekt herausstellte. Zu spät für manchen abgeschreckten Kunden (siehe: )

          Fahrgastzelle zusammengebrochen

          Der Geländewagen, der in der Grundversion 15.295 Euro kostet, hatte am Montag auf Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (IAA) Europapremiere. Die Bilanz des simulierten Unfalls: Die Fahrgastzelle, der Überlebensraum des fast zwei Tonnen schweren Autos, brach beim Frontal-Crash mit 64 Kilometern völlig zusammen, wie der ADAC berichtete. Der Fahrer hätte keine Überlebenschance gehabt, erklärte der Autoclub. Nicht viel besser sei der Seiten-Crash mit 50 Kilometern ausgefallen: Auch hier hätte sich der Fahrer sehr schwere Kopfverletzungen zugezogen.

          Chinas Stolz: Der „Landwind” erobert Europa

          Fahrzeuge wie der Landwind entsprechen laut ADAC nicht annähernd dem mittlerweile sehr hohen Sicherheitsstandard von Autos in Europa. „Dank dieser sehr anspruchsvollen Anforderungen in puncto Insassenschutz ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die Zahl der Verkehrstoten deutlich zu senken“, erklärte ADAC-Präsident Peter Meyer.

          Vom Hersteller des Geländewagens, der chinesischen Jiangling Motors Company (JMC), forderte der Automobilclub zahlreiche Nachbesserungen. Auf der Liste stehen den Angaben zufolge unter anderem eine stabile Fahrgastzelle, eine geteilte Lenksäule, ein entschärfter Knie- und Kopfaufprallbereich sowie ein serienmäßiger Beifahrerairbag. Nach Meinung des ADAC sollten Autos mit einem so niedrigen Sicherheitsstandard keine Freigabe für den europäischen Markt erhalten.

          Daß der Landwind in vielen Punkten nicht dem Stand der Technik entspreche, habe sich auch beim ADAC-Autotest gezeigt: Ausgeprägte Schlingerneigung, unpräzise Lenkung, kein ESP, lange Bremswege, kein ABS, mit 11,6 Litern Super ein hoher Verbrauch sowie schlampige Verarbeitung, kritisierte der Autoclub.

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