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Videokonferenzen gefragt : Die Corona-Krise mehrt Eric Yuans Reichtum

Beliebt bei seinen Mitarbeitern: Eric Yuan Bild: Getty

Um Ansteckungen zu vermeiden, gibt es immer mehr Videokonferenzen. Diese bietet unter anderem Yuans rasant wachsendes Unternehmen Zoom an – und profitiert von den aktuellen Entwicklungen.

          4 Min.

          In der Entstehungsgeschichte von Zoom Video steckt ein Stück Romantik. Eric Yuan hat den Spezialisten für Videokonferenzen über das Internet 2011 gegründet, aber so wie er es erzählt, kam ihm die Idee dahinter schon fast 25 Jahre vorher. Der gebürtige Chinese war damals in seinem ersten Studienjahr in seiner Heimatprovinz Shandong, und seine Freundin, die später zu seiner Frau werden sollte, lebte zehn Stunden mit dem Zug entfernt von ihm. Also sah er sie nur zweimal im Jahr in den Ferien. Und er wünschte sich eine Technologie herbei, die es ihm ermöglicht, sie zu sehen, wann immer ihm danach ist.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Heute lebt Yuan in den Vereinigten Staaten, und Kommunikation per Video ist sein Geschäft. Sein Unternehmen, das er als Vorstandsvorsitzender führt und an dem er einen größeren Anteil hält, zählt derzeit zu den Aufsteigern in der amerikanischen Technologiebranche und hat einen der erfolgreichsten Börsengänge des vergangenen Jahres hingelegt. Es feierte ein rauschendes Debüt an der Wall Street und erlebte am ersten Handelstag einen Kurssprung von mehr als 70 Prozent. Das ist ein krasser Gegensatz zum Fahrdienst Uber, der nur wenige Wochen nach Zoom an die Börse kam, dabei aber auf enttäuschende Resonanz stieß, oder auch zum Bürovermittler Wework, der seinen einst mit Spannung erwarteten Börsengang sogar ganz absagen musste.

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