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Hohe Nachfrage : Rewe sucht neue Aushilfen wegen Corona

  • Aktualisiert am

Viele Menschen kaufen nun erst einmal mehr ein als sonst. Bild: Diana Cabrera Rojas

Versorgungsprobleme gebe es nicht, sagt der Chef der großen deutschen Handelskette. Und äußert einen Wunsch an die Kunden.

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          Wegen der hohen Nachfrage infolge der Coronavirus-Krise sucht die Handelskette Rewe mit Hochdruck neue Mitarbeiter. „Wer in unseren Märkten jetzt als Aushilfe tätig werden möchte, kann sich unkompliziert bewerben“, sagte Rewe-Chef Lionel Souque am Montag. Der Konzern hofft nicht zuletzt auf Studenten, die wegen der Schließung der Universitäten aktuell nichts zu tun haben.

          Die Warenversorgung bei Rewe und der konzerneigenen Discount-Kette Penny sei trotz der hohen Nachfrage gesichert, betonte Souque. Der Konzern habe bereits in den vergangenen Tagen die Frequenz der Warenbelieferung erhöht. Die Menschen könnten sich darauf verlassen, ausreichend mit Lebensmitteln versorgt zu werden, versprach er.

          Falschmeldungen über Marktschließungen bezeichnete der Rewe-Chef als „zynisch und widerwärtig“. Auch bei der Waren-Versorgung aus dem Ausland gebe es bisher keine Probleme, obgleich sich die Transportzeiten durch die Grenzkontrollen verlängerten, hieß es aus dem Rewe-Konzern.

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          Die in den vergangenen Tagen verhängten Beschränkungen bezögen sich nur auf den Personen-, nicht auf den Warenverkehr. Der Konzern habe außerdem den Lagerbestand erhöht, um mögliche transportbedingte Schwankungen auszugleichen. „Die Situationsbeschreibung gilt uneingeschränkt auch für die Warengruppe ’Obst und Gemüse’“, betonte ein Rewe-Sprecher.

          Deutschland steuere zudem etwa bei Tomaten oder Paprika auf die erste Ernte des Jahres zu. „Die Warenversorgung ist gesichert“, unterstrich der Sprecher. „Es ist von allem genug da.“ Es wäre aber hilfreich, wenn die Verbraucher sich mit ihren Einkäufen auf die Woche verteilen würden.

          In bayerischen Supermärkten hätten sich am Montagmorgen lange Schlangen gebildet, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. „Es besteht kein Anlass zu Hamsterkäufen“, fügte er hinzu. Der Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Reinigungen, Post sowie Bau- und Gartenmärkte könnten wochentags bis 22 Uhr sowie am Sonntag von 12 bis 18 Uhr öffnen, um die Grundversorgung in Bayern sicherzustellen.

          „Sollten Regale in einigen Sortiments-Bereichen mal vorübergehend leer sein, so können unsere Kunden versichert sein, dass alle Kolleginnen und Kollegen in den Märkten, in der Transportlogistik und in den Lagern gemeinsam und mit äußerstem Einsatz daran arbeiten, solche Lücken rasch aufzufüllen“, sagte wiederum Rewe-Chef Souque.

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