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Modebranche in Pandemie-Zeiten : „Eine nie dagewesene Herausforderung“

Mitarbeiter von einem Münchner Modegeschäft schließen kurz nach Ladenschluss die Tür. Bild: dpa

Die Textilbranche ist besonders von den Ladenschließungen betroffen. Nun rufen Händler und Hersteller die Politik um Hilfe – und ihre Vermieter.

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          Gerry Weber versucht, das Beste aus der Situation zu machen. „Braucht man für Videokonferenzen wirklich eine Hose?“, fragt der Modehändler aus Westfalen auf seiner Internetseite und gibt den Kundinnen Tipps für die richtige Kleidung im Homeoffice. Der Modehändler hat erst im Januar sein Insolvenzverfahren abgeschlossen, die Ladenschließungen treffen das Unternehmen hart. Im Online-Shop gewährt Gerry Weber eine verlängerte Rückgabefrist von 30 statt wie zuvor 14 Tagen.

          Stefanie Diemand

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Noch stellt das Unternehmen keinen spürbaren Anstieg im E-Commerce fest. Falls die Lust auf Mode im Frühling anziehe, sei der Modehändler aber online gut aufgestellt. „Wir glauben fest an unsere Mitarbeiter, mit denen wir schon durch schwierige Zeiten gegangen sind, und an die Marke Gerry Weber“, sagt der Vorstandsvorsitzende Alexander Gedat. Viele Modehändler, die von Mittwoch an ihre Geschäfte in Deutschland schließen mussten, sehen ihre Existenz bedroht. Der Handelsverband Deutschland (HDE), der 300 000 Unternehmen aus dem deutschen Einzelhandel vertritt, sieht besonders die Textilbranche in Gefahr. „Die neue Frühjahrsmode wurde geliefert und muss gezahlt werden. Diese Kleidung kann man ja im Herbst nicht mehr verkaufen“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

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