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Coronavirus : China-Geschäft von VW bricht ein

  • Aktualisiert am

Zum Export bestimmte VW-Autos am Hafen von Emden Bild: dpa

Das Coronavirus vermiest Volkswagen das China-Geschäft. Auf dem wichtigsten Einzelmarkt des Autoherstellers wurden im Januar mehr als 11 Prozent weniger Autos verkauft als noch im vergangenen Jahr.

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          Der Ausbruch des Coronavirus und das in diesem Jahr frühere chinesische Neujahrsfest haben die Verkäufe des Autoherstellers Volkswagen im Januar deutlich belastet. In China, dem wichtigsten Einzelmarkt des Konzerns, brachen die Auslieferungen aller Marken an Kunden im Vorjahresvergleich um 11,3 Prozent auf 343.400 Fahrzeuge ein, wie der Konzern am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Weltweit sorgte das für einen Rückgang der Verkäufe um 5,2 Prozent auf 836.800 Fahrzeuge. China steht für gut 40 Prozent der Auslieferungen auf Konzernebene.

          Im Januar war der Absatz im Gesamtmarkt in China um rund ein Fünftel abgesackt, chinesische Verbände rechnen wegen der Virus-Epidemie mit deutlichen Beeinträchtigungen in den ersten Monaten des Jahres. "Wir sagen einen Rückgang der Verkäufe um mehr als zehn Prozent im ersten Halbjahr voraus und um fünf Prozent für das gesamte Jahr, wenn die Epidemie vor April eingedämmt wird", erklärte der Vizechef des chinesischen Autoindustrieverbands CAAM, Fu Bingfeng, der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Das gehe aus einer Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen hervor. Die Industrie fordere von der Regierung in Peking deshalb Steuererleichterungen sowie günstigere Finanzierungsmöglichkeiten für die Unternehmen.

          Die in China stark vertretene Kernmarke VW Pkw lieferte in der ganzen Welt im Januar mit 485 500 Autos 5,8 Prozent weniger aus. Audi konnte hingegen die Verkäufe um 1,8 Prozent auf 147 300 Autos steigern, Porsche legte um 5,8 Prozent auf 19 900 Autos zu. Volkswagen verkaufte sowohl deutlich weniger kleine Nutzfahrzeuge als auch weniger Lkw und Busse von MAN und Scania.

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