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„Außerordentlich unglücklich“ : Wie die Homeoffice-Pflicht Verwirrung stiftet

Künftig müssen nicht mehr nur Arbeitgeber Homeoffice anbieten, die Beschäftigten müssen das Angebot auch annehmen. Bild: Niklas Grapatin

Am Montag beginnt für viele Beschäftigte in Deutschland eine neue Zeitrechnung. Doch die ab dann geltende Homeoffice-Pflicht sorgt für Verunsicherung. Wer nicht zu Hause arbeiten will und ins Büro geht, braucht dafür gute Gründe.

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          Am Montag beginnt für viele Beschäftigte in Deutschland eine neue Zeitrechnung: Die Vorgabe der Infektionsschutzpolitik, berufliche Arbeit so weit wie möglich in die private Wohnung zu verlagern, ist nicht mehr allein Angelegenheit der Arbeitgeber. Es gilt nun auch eine gesetzliche Pflicht für Arbeitnehmer, tatsächlich ins sogenannte Homeoffice zu wechseln, wenn ihnen der Arbeitgeber dies entsprechend den gesetzlichen Vorschriften anbietet. So schreibt es ihnen das neu gefasste Infektionsschutzgesetz vor.

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Konkret betrifft die neue Vorschrift damit vor allem jene Arbeitnehmer, die bisher trotz eines Homeoffice-Angebots ihres Arbeitgebers lieber weiter ins Büro gegangen sind. Wie viele das genau sind, ist statistisch nicht klar erfasst. Einen Anhaltspunkt liefern Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Online-Umfrage des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation: 34 Prozent der befragten Arbeitnehmer gaben an, dass ihr Unternehmen die Homeoffice-Möglichkeiten aufgrund der seit Januar bestehenden Angebotspflicht für Arbeitgeber ausgeweitet habe. Zugleich äußerten 26 Prozent den Willen, die Angebote zu nutzen.

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