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Die Industrie stellt um : Beatmungsgeräte statt Autos

  • Aktualisiert am

Das neue Vorbild der Autoindustrie? Das Werk von Dräger in Lübeck Bild: dpa

Szenen wie aus einer Kriegswirtschaft: In der Corona-Krise produziert die Industrie, was gerade benötigt wird. Autohersteller sollen Atemmasken und Medizintechnik liefern. Geht das so einfach?

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          Was hat ein Auto mit einem Beatmungsgerät zu tun? Ziemlich wenig auf den ersten Blick. Ziemlich viel, mutmaßt man unter hiesigen Politikern, zumal es mit Donald Trump und Boris Johnson prominente Vorbilder aus dem Ausland gibt, wo die Industrie schon nach Art der Kriegswirtschaft in Hilfsaktionen eingebunden wurde. Entsprechende Anfragen an den Verband der Automobilindustrie (VDA), inwieweit Mitgliedsunternehmen einen Beitrag zur Produktion von medizinischen Geräten und Atemmasken leisten könnten, führen nun zu emsigem Treiben in der Branche.

          „Wir arbeiten an Möglichkeiten zur kurzfristigen Unterstützung der Produktion entsprechender Komponenten, Geräte und Produkte“, verspricht VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Das brauche allerdings Zeit, gibt man beim Verband zu bedenken. Weil es um Medizintechnik gehe, sei eine verantwortungsvolle Prüfung notwendig, betont Müller: „Die Sicherheit der Menschen und der Schutz der Bevölkerung in Zeiten dieser beispiellosen Situation haben für die deutsche Automobilindustrie oberste Priorität.“

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