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Corona-Krise : Land in Kurzarbeit

  • -Aktualisiert am

Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit, musste denkbar schlechte Zahlen präsentieren. Bild: dpa

Wie viele Arbeitsplätze sich retten lassen, ist ungewiss. Der Ansturm auf das Kurzarbeitergeld zeugt aber vom großen Optimismus in vielen Unternehmen, es irgendwie schaffen zu können.

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          Der Härtetest für das deutsche Beschäftigungswunder hat begonnen. Es ist eine schockierende Zahl: In nur vier Wochen haben fast eine halbe Million Betriebe Kurzarbeit angemeldet. Wie viele Millionen Beschäftigte dies betrifft, wie lange und stark der Arbeitszeitausfall ist, weiß die Bundesagentur für Arbeit noch nicht. Und niemand sollte sich täuschen: Auch die Arbeitslosigkeit wird noch steigen.

          Gut, dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil jetzt offen etwaige Erwartungen korrigiert, die Bundesregierung garantiere jeden Arbeitsplatz. Der Staat kann auch in der Corona-Krise keinen privaten Arbeitgeber zwingen, Arbeitsplätze zu halten, die sich nicht mehr rechnen. In seiner Macht steht es aber, Unternehmen zumindest vorübergehend von einem Teil der Arbeitskosten zu entlasten. Darauf zielt das erweiterte Kurzarbeitergeld; bis zu 67 Prozent des Lohns sowie die Sozialbeiträge trägt, befristet auf ein Jahr, die Arbeitslosenkasse.

          Wie viele Arbeitsplätze sich damit durch diese Pandemie retten lassen, ist ungewiss. Der Ansturm auf das Kurzarbeitergeld zeugt aber vom großen Optimismus in vielen Unternehmen, es irgendwie schaffen zu können.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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