https://www.faz.net/-gqe-9xijp

Gates-Stiftung : Ein Impfstoff als „heiliger Gral“

Mark Suzman auf einem Bild aus dem August 2016 Bild: Getty

Die Stiftung von Bill und Melinda Gates engagiert sich in der Corona-Krise. Und Vorstandschef Mark Suzman ist voll des Lobes für Angela Merkel.

          5 Min.

          Ein Krankheitserreger, wie er vielleicht nur einmal im Jahrhundert auftaucht. Mit diesen dramatischen Worten beschrieb Bill Gates unlängst das neuartige Coronavirus. Gates, Mitgründer des Softwarekonzerns Microsoft und einer der reichsten Menschen der Welt, warnt schon seit Jahren vor einer solchen Pandemie und will nun bei deren Bekämpfung mithelfen. Die wohltätige Stiftung, die er zusammen mit seiner Frau Melinda betreibt, hat dafür bis zu 100 Millionen Dollar versprochen. Das Geld soll unter anderem in die Entwicklung von Impfstoffen zum Schutz vor Infektionen und von Arzneimitteln zur Behandlung von Erkrankten fließen. Beides fehlt im Moment.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Neben den beiden Namensgebern ist Mark Suzman als Vorstandsvorsitzender die dritte zentrale Figur der Stiftung, und auch er sieht in dem Virus eine Bedrohung, wie sie nur selten vorkommt. Im Gespräch mit der F.A.Z. sagt er, vieles deute darauf hin, dass dies die schwerste globale Gesundheitskrise seit der Spanischen Grippe im Jahr 1918 sei, also einer Pandemie, die Schätzungen zufolge bis zu 50 Millionen Todesopfer forderte. Suzman will keine Prognose abgeben, wie viele Menschen sich letztlich mit dem Corona-Virus infizieren oder gar daran sterben werden. Aber er hofft, dass Erfolge bei der von seiner Stiftung unterstützten Suche nach Impfstoffen und Arzneimitteln die Bilanz verbessern können.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Kerzen und Stofftiere vor der Kita „Am Steinkreis“ in Viersen: Hier starb am 21. April eine Dreijährige.

          Totes Kita-Kind in Viersen : Reihenweise Alarmsignale

          In einer Kita in Viersen soll eine Erzieherin die kleine Greta ermordet haben. Ihr Lebenslauf enthält zahlreiche Alarmsignale. Es war offenbar nicht der erster Übergriff der 25-Jährigen auf ein Kita-Kind.
          Prinz Abdulaziz bin Salman Al Saud (3.von links) führt am 10. April den Vorsitz bei einem virtuellen Treffen der G-20-Energieminister

          Corona und Ölpreis-Verfall : Saudi-Arabiens doppelte Krise

          Eigentlich wollte Saudi-Arabien im Jahr der G-20-Präsidentschaft sein internationales Ansehen aufpolieren. Nun steckt das Land in einer politischen und wirtschaftlichen Krise, die noch vor kurzem unvorstellbar war.