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Eisenbahn : Die FDP sorgt sich um die Kosten von „Geisterzügen“

Wenig los im ICE von München nach Hamburg Bild: dpa

Viele Züge fahren derzeit halb leer durch die Landschaft. Die Bahn solle ihr Angebot im Lockdown zumindest „maßvoll anpassen“, fordert der FDP-Verkehrspolitiker Torsten Herbst. Die Bahn will sich erst nächste Woche dazu äußern.

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          Schon vor dem derzeitigen Teil-Lockdown wollten immer weniger mit der Deutschen Bahn fahren. Ende Oktober hatte der für den Personenverkehr zuständige Vorstand Berthold Huber der F.A.Z. Zahlen genannt. Die Buchungen sanken demnach von 75 Prozent im September – im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit – auf 50 Prozent. Nun dürften diese Quoten noch weiter gesunken sein – und deswegen dringt die FDP darauf, das Zugangebot herunterzufahren.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Aufrechterhaltung eines Grundangebotes im November sei richtig und sinnvoll, sagt der liberale Obmann im Bundestags-Verkehrsausschuss, Torsten Herbst. „Dass die DB ihr Verkehrsangebot aber nicht einmal maßvoll anpassen will, ist haushaltspolitisch verantwortungslos.“ Nahezu leere „Geisterzüge“ durch das Land fahren zu lassen sei weder im Interesse der Fahrgäste noch des Steuerzahlers. Herbst forderte die Bahn auf, ihr ICE- und IC-Angebot um mindestens ein Viertel zu reduzieren. Sollte dies nicht geschehen, müsse sie darlegen, welche zusätzlichen Defizite dadurch entstünden.

          Torsten Herbst (FDP)
          Torsten Herbst (FDP) : Bild: dpa

          Die coronabedingten Gesamteinbußen im Personenverkehr hatte Huber mit dem Begriff „Milliardenhöhe“ beziffert. Von einem „voreilig“ verringerten Angebot wollte er Ende Oktober nichts wissen – auch aus ökonomischen Gründen. „Unsere Fixkosten sind hoch, so dass wir immer einen Beitrag zur Kostendeckung leisten, wenn wir Passagiere befördern. Weniger zu fahren würde unsere wirtschaftlichen Probleme eher vergrößern.“ Aktuell wollte sich die Bahn nicht zu den FDP-Forderungen äußern. Ende Oktober lag das Zugangebot nach Hubers früheren Angaben in einer Größenordnung von 90 bis 95 Prozent im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit.

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