https://www.faz.net/-gqe-9xmlj

Corona-Krise : Hilferuf eines Hoteliers

Die Strandpromenade der Ostseeinsel Ahlbeck ist leergefegt. Bild: dpa

Der Tourismus in Deutschland leidet, das Geld wird knapp. Der Chef der Hotelkette Dorint spricht über Staatshilfen und Chaos im Föderalismus.

          4 Min.

          Viel los ist nicht mehr in den Hotels. Das Dorint-Haus im Zentrum von Köln ist noch zu 17 Prozent belegt, das in Remscheid hat nur noch drei zahlende Gäste. Und das Domizil auf Rügen darf niemanden mehr aufnehmen, Mecklenburg-Vorpommern sperrt seine Ostseeinseln. Touristen sollen nach den Mahnungen der Bundesregierung ohnehin nicht einquartiert werden. Wenn Dirk Iserlohe, Chef der Dorint-Hotels, auf die Auslastung seiner Häuser blickt, zeigt sich die Corona-Krise der deutschen Hotellerie. Die Einnahmen sind geschwunden, es dominieren Zukunftsängste in einer Branche, die zehn Jahre steigender Übernachtungszahlen hinter sich hat.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Iserlohe hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschrieben und ihr für den „unermüdlichen und überparteilichen Einsatz“ der Politik gedankt. Doch er mahnt Nachbesserungen an. „Das Hilfspaket vom vergangenen Freitag reicht nicht aus“, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z. „Das angekündigte Geld wird kaum Unternehmen erreichen. Wir haben systemimmanente Hürden wegzuräumen, sonst steuern wir in eine Katastrophe.“ Auch Guido Zöllick, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), sieht Betriebe „am Rande ihrer wirtschaftlichen Belastbarkeit“ und warnt vor einer „Welle von Insolvenzen“ – trotz des ersten Hilfsprogramms.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Eines der großen Anliegen unserer Zeit: Nach der Demo bleibt das durchweichte Schild.

          Kampf um Meinungsfreiheit : Das große Unbehagen

          Mehr als 150 Intellektuelle protestieren gegen ein erstickendes Meinungsklima und Repressalien gegen Andersdenkende. Dabei werfen sie vor allem dem Journalismus, den Wissenschaften und Künsten Intoleranz und Moralisieren vor.