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Constellation Brands : Corona investiert jetzt in Cannabis

Das Bier ist mexikanisch gestylt, der Konzern dahinter kommt aber aus den Vereinigten Staaten. Bild: Reuters

Der Getränkekonzern hinter dem in Amerika beliebten Bier investiert in Rauschmittel jenseits des Alkohols. Zumindest in Kanada.

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          Der amerikanische Getränkekonzern Constellation Brands, der vor allem für seine Biermarke Corona bekannt ist, hat Gefallen am Cannabis-Geschäft gefunden. Der Konzern will seine Beteiligung an einem kanadischen Marihuana-Produzenten deutlich erhöhen. Für knapp vier Milliarden Dollar werde Constellation Brands seinen Anteil am kanadischen Cannabis-Marktführer Canopy Growth auf 38 Prozent aufstocken, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Schon Ende des vergangenen Jahres hatte sich Constellation Brands ein 10-Prozent-Aktienpaket an Canopy gesichert. Das Investment hat sich wirtschaftlich gelohnt. Der Aktienkurs hat sich seither mehr als verdoppelt. Innerhalb der kommenden drei Jahre könnte der amerikanische Getränkekonzern seinen Anteil an Canopy auf mehr als 50 Prozent aufstocken, wenn es von seinen Kaufoptionen Gebrauch macht.

          In den vergangenen Jahren hätten Regierungen rund um die Welt signalisiert, ihre Haltung gegenüber Cannabis wesentlich zu ändern, heißt es in einer Stellungnahme der beiden Unternehmen. Tatsächlich wittern Analysten ein Milliardengeschäft. „Im Verlauf des vergangenen Jahres haben wir den Cannabis-Markt, die enormen Wachstumsmöglichkeiten, die darin stecken, und die marktführenden Fähigkeiten von Canopy, besser verstanden“, sagte Constellation-Brands-Chef Rob Sands.

          Kein Cannabis für die Vereinigten Staaten

          Der amerikanische Getränkekonzern beteuerte aber, beide Unternehmen würden nicht planen, Cannabis-Produkte in den Vereinigten Staaten zu verkaufen, solange es dort nicht von allen staatlichen Stellen genehmigt sei. Kanada hat als erste Industrienation den Konsum von Cannabis freigegeben. Schon seit 2001 ist die Droge auf Rezept erlaubt. Vor wenigen Wochen hat das Parlament auch der sonstigen Freigabe zugestimmt. Von Mitte Oktober an dürfen Bürger Cannabis legal kaufen und konsumieren.

          Angebaut wird das Marihuana von lizenzierten Unternehmen, darunter neben Canopy auch das börsennotierte Unternehmen Aurora Cannabis. Die Legalisierung in Kanada ruft derzeit auch andere Brauereikonzerne auf den Plan, die sich neue Absatzchancen erhoffen. Auch Heineken und Molson Coors stehen in den Startlöchern. Die Konzerne hoffen, dass mit Marihuana versetzte Getränke zu einem größeren Geschäft werden.

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