https://www.faz.net/-gqe-aaca0

Corona-Betrüger : Die Schattenseite der Hilfsprogramme

  • -Aktualisiert am

Der Einzelhandel hat bis auf Ausnahmen wieder einmal geschlossen. Bild: Frank Röth

Die finanzielle Unterstützung für Bürger und Unternehmen ist wichtig in der Pandemie. Doch die eilig gezimmerten Programme haben Schwachstellen – also fließt Geld nicht nur dem vorgesehenen Zweck zu.

          3 Min.

          Vor gut einem Jahr legte die Bundesregierung mit den Soforthilfen ihr erstes Hilfsprogramm für Unternehmen auf, die unter den Corona-Beschränkungen leiden. Ein halbes Dutzend weiterer Programme kam im Lauf der Monate dazu. Insgesamt stellte das Wirtschaftsministerium allein für Zuschüsse mehr als 130 Milliarden Euro bereit. Doch immer deutlicher wird auch: Um dieses Geld bemühen sich nicht nur notleidende Unternehmer. Betrüger wissen die Schwachstellen der oft unter großem Zeitdruck aufgesetzten Programme für sich auszunutzen.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Rund 15.000 Ermittlungsverfahren sind in Deutschland mittlerweile wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug mit Corona-Hilfen eingeleitet worden. Dies ergab eine Umfrage der F.A.Z. unter den 16 Landesjustizministerien. Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher liegen, weil nicht alle Landesregierungen überhaupt eine entsprechende Statistik führen. Gleiches gilt für die entstandene Schadenshöhe. In den acht Bundesländern, aus denen dazu Zahlen vorliegen, summieren sich die Beträge auf rund 67 Millionen Euro.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Ein Arbeiter trägt einen Abgeordnetenstuhl durch den Plenarsaal.

          Söder oder Laschet : Ein Grund für CDU-Abgeordnete, für Söder zu sein

          Viele Abgeordnete der CDU haben Söder unterstützt, weil sie glauben, er sei besser in der Lage, ihren Sitz im Bundestag zu retten. Laschet-Anhänger sehen sich weniger auf die Umfrage-Lokomotive aus Bayern angewiesen.
          Die Intensivstationen in Brasilien sind voll.

          Mutante in Brasilien : Ein Schreckgespenst mit dem Namen P.1

          Die Intensivstationen in Brasilien sind zu mehr als der Hälfte mit Patienten unter 40 Jahren belegt. Der rasche Anstieg der Infektionen könnte mit der Mutante P.1 zusammenhängen – auch zuvor bereits Infizierte sind nicht sicher.