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Unternehmen vor dem Aus : 16 Millionen Verlust – 10.000 Euro Hilfe

Stillstand und Leere: Ein Einkaufzentrum in einer Innenstadt. Bild: dpa

Corona-Hilfe nur für Betriebe, die ihre Verluste nachweisen können: Das hat zuletzt viel Unmut erregt. Jetzt gibt es neue Details. Doch für viele Unternehmen könnte die Hilfe zu spät kommen.

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          Uns steht das Wasser bis zum Hals.“ Das ist das Erste, was Maja Panvini am Telefon sagt. Panvini ist Friseurin, seit zehn Jahren leitet sie einen Salon mit zwei Angestellten im hessischen Darmstadt. Das Geschäft lief immer gut, doch jetzt steht sie kurz vor dem Aufgeben. Seit die Friseure Mitte Dezember wieder schließen mussten, lebt sie von ihren Rücklagen. Von den versprochenen staatlichen Hilfen habe sie noch nichts gesehen. Die Beantragung sei so kompliziert, dass nicht mal ihr Steuerberater durchblicke. Und dieser koste auch wieder Geld, das sie eigentlich nicht habe. „Sollte ich erst im März Hilfe bekommen, dann könnte ich sie auch gleich dem Insolvenzverwalter geben“, sagt die 39 Jahre alte Unternehmerin.

          Stefanie Diemand

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Bald ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie ist der Frust im Unternehmerlager groß. Zwar tragen die allermeisten die Beschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus weiter mit. Doch wie die Politik die wirtschaftlichen Folgen abfedert, ruft viel Unmut hervor. Schnell und unbürokratisch lautete das Versprechen, doch davon ist nun wenig zu spüren. Immer neue Detailregelungen verkomplizieren die Anträge und verzögern die Auszahlung der bereitgestellten Milliarden – zuletzt etwa die Neuerung, dass es Überbrückungshilfe II nur für ungedeckte Fixkosten gibt, also nur für Unternehmen, die einen Verlust nachweisen können. „Die nur schleppende Auszahlung der bisherigen Corona-Hilfen gefährdet massiv die Existenz von Unternehmen und Arbeitsplätzen“, kritisiert der CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach. „Wir haben Ärger ohne Ende.“

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