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Corona-Flaute : Es droht ein Kinosterben

Der neue James-Bond-Film „No Time To Die“ wurde noch einmal verlegt, auch auf den Vorspann mit dem Titelsong von Billie Eilish wird man weiter warten müssen. Bild: mauritius images / Cinema Legacy

Die nochmalige Verschiebung des James Bond-Streifens „No Time to Die“ ist ein schwerer Schlag für Kinobetreiber: Cineworld schließt in Amerika und Großbritannien 650 Kinos. In Deutschland sieht die Situation für die Betreiber kaum besser aus.

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          Die nochmalige Verschiebung des Kinostarts des James Bond-Streifens „No Time to Die“ ist ein schwerer Schlag für Kinobetreiber. Ihre Hoffnung auf einen großen Zuschaueransturm im November ist damit zerplatzt. Cineworld, zweitgrößte Kino-Gruppe der Welt, hat am Montag bekannt gegeben, dass sie Hunderte Kinokomplexe in Amerika, Großbritannien und Irland auf unbestimmte Zeit schließen wird. 536 Lichtspielhäuser der Regal-Kette in den Vereinigten Staaten und 127 Kinos von Cineworld und Picturehouse im Vereinigten Königreich mit zusammen mehr als 7000 Leinwänden werden von Donnerstag an vorerst dichtmachen.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Von der Entscheidung sind annähernd 45.000 Beschäftigte von Cineworld betroffen, teilte das Unternehmen mit, davon 5500 in Großbritannien. Der Aktienkurs des an der Londoner Börse gelisteten Konzerns fiel am Montag im Handel um fast 45 Prozent. Die Anteilsscheine wurden für weniger als 22 Pence verkauft, zu Jahresbeginn war die Aktie noch fast zehnmal so viel wert.

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