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Schweizer Bergbahn und Corona : Still ruht der Berg

Genug Platz, um ausreichend Distanz zu halten: Dachterrasse der Bergstation auf dem Kleinen Titlis Bild: Johannes Ritter

In diesem Sommer ist alles anders in den Schweizer Alpen: Ohne die Touristen aus Indien und China geht es den Bergbahnen Titlis schlecht. Trotzdem wollen die Schweizer weiter tüchtig investieren.

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          „Grüezi!“ So schallt es fröhlich der Schweizer Wanderin entgegen, als ihr auf dem „Titlis Cliff Walk“, der höchstgelegenen Hängebrücke Europas, ein Paar entgegenkommt. Mit dieser gut schweizerischen Anrede hatte die Frau offenkundig nicht gerechnet: „Dass mer ,Grüezi‘ seit uf em Titlis, isch scho no speziell“, antwortet sie lachend und grüßt zurück, wie es sich gehört.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Der Titlis ist ein Bergkoloss in der Zentralschweiz, auf dessen per Seilbahn zugänglichem Nebengipfel „Kleiner Titlis“ in mehr als 3000 Metern Höhe sich zu dieser Jahreszeit normalerweise Scharen von Indern und Chinesen tummeln – nicht Schweizer. Doch in diesem Sommer ist alles anders. Der riesige Busparkplatz an der Talstation der Titlis-Bergbahn in Engelberg ist komplett verwaist. In Zeiten von Corona gibt es keine Gruppenreisen aus Asien und auch sonst kaum Gäste aus dem Ausland. Plötzlich haben die Schweizer ihren Titlis also wieder für sich – und freuen sich über die Ruhe, die selbst an diesem sonnigen Juli-Wochenende rund um die Bergstation am schneebedeckten Gipfel herrscht.

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