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Gewinner und Verlierer : Corona beschert dem Einzelhandel starkes Umsatzminus

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Selbstgenähte Masken in einer Änderungsschneiderei in Berlin Bild: dpa

Das Statistikamt meldet den stärksten monatlichen Umsatzrückgang für den Einzelhandel seit 13 Jahren. Doch es gibt auch Profiteure der Krise.

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          Die deutschen Einzelhändler haben im März wegen der Corona-Krise so starke Einbußen erlitten wie seit über 13 Jahren nicht mehr. Ihr Umsatz fiel preisbereinigt (real) um 5,6 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. „Das ist der stärkste Umsatzrückgang gegenüber einem Vormonat seit dem Januar 2007“, erklärten die Statistiker. Ökonomen hatten sogar mit einem Minus von 7,5 Prozent gerechnet.

          „Aufgrund der Geschäftsschließungen in der Corona-Krise sind die Umsätze in einzelnen Einzelhandelsbranchen im März 2020 stark eingebrochen“, teilte das Statistikamt mit. „Gleichzeitig sorgte die starke Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs zu erhöhten Umsätzen in anderen Bereichen, etwa in Supermärkten und Apotheken.“ So wuchs der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren um 11,8 Prozent im Vergleich zum März 2019. Dabei zog der Umsatz bei den Supermärkten, Warenhäusern und Verbrauchermärkten um 13,2 Prozent an. Getoppt wurde das noch vom Internet- und Versandhandel, der ein Umsatzplus von 13,7 Prozent schaffte.

          Deutlich zeigt sich der Einfluss der Krise auch im hohen Umsatzplus der Apotheken sowie des Einzelhandels mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten: Sie zählten 8,3 Prozent mehr in den Kassen als im Vorjahresmonat. „Den größten seit 1994 gemessenen Umsatzeinbruch verzeichnete der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren“, ermittelte das Statistikamt. Hier haben sich die Umsätze im Vorjahresvergleich mehr als halbiert. 

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