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Feiertage : Das müssen Sie beim Ostereinkauf beachten

Es ist zwar nicht alles Gold, was glänzt, dafür ist noch genug für jeden da. Bild: Reuters

Der deutsche Lebensmittelhandel rechnet mit einem Ansturm über die Osterfeiertage. Um genug Schokohasen und Eier müssen sich die Kunden nicht sorgen – einige Punkte aber jetzt schon beachten.

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          Mit dem Osterfest stehen wichtige Festtage vor der Tür – und damit auch der Großeinkauf der deutschen Konsumenten über die Feiertage. In diesem Jahr aber sind Supermärkte und Discounter mit einer dringenden Bitte an ihre Kunden herangetreten: „Alle, die dazu die Möglichkeit haben, sollten zumindest Teile ihrer Ostereinkäufe vorziehen im Laufe der kommenden Tage“, so Rewe-Chef Lionel Souque. Damit sollen der Gründonnerstag und der Karsamstag entlastet werden, an denen Rewe „mit mehr als zehn Millionen Kunden üblicherweise eine besonders hohe Nachfrage“ erlebe. Auch andere Händler zogen nach, in einer gemeinsamen Mitteilung des Handelsverbands Deutschland (HDE) baten die Händler um einen „planvollen und vorausschauenden Lebensmitteleinkauf.“

          Stefanie Diemand

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Traditionell zählt die Karwoche zu den umsatzstärksten Zeiten des Lebensmittelhandels. „An Ostern kaufen die deutschen Konsumenten traditionell mehr ein“, sagt Christian Böttcher vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels. In diesem Jahr könne der Ansturm sogar noch größer werden: „Familienausflüge oder Restaurantbesuche sind an diesem Osterfest nicht möglich“, sagt er. Daher würden sich viele Mahlzeiten in den eigenen vier Wänden abspielen. Durch Abstands- und Zugangsregelungen könnte es zu längeren Wartezeiten vor den Supermärkten kommen. Daher sollten Kunden schon zu Beginn der Karwoche und vermehrt an Randzeiten einkaufen gehen.  

          Längere Öffnungszeiten

          Um den Ansturm zu bremsen, haben einige Lebensmittelhändler ihre Öffnungszeiten erweitert. So können Verbraucher in den Aldi-Süd-Märkten sowohl am Gründonnerstag als auch am Karsamstag bereits um 7 Uhr statt 8 Uhr einkaufen gehen. Discounter Netto öffnet seine Filialen in der Karwoche schon um 6.30 Uhr. In manchen Bundesländern dürfen die Lebensmittelhändler auch an Osterfeiertagen öffnen: In Rheinland-Pfalz können Lebensmittelgeschäfte an beiden Ostertagen und Karfreitag ihren Betrieb fortführen. Das teilte das Arbeitsministerium mit. Kunden könnten zwischen 12 und 18 Uhr Waren wie Lebensmittel oder Drogerieprodukte kaufen.

          Auch im Saarland dürften die Supermärkte über Ostern geöffnet bleiben. Diese Pläne gab es auch in Baden-Württemberg, nach einem Protest der evangelischen Kirche entschied sich das Land jedoch dagegen. Auch im katholisch geprägten Bayern bleiben die Läden geschlossen. In Nordrhein-Westfalen dürfen lediglich Apotheken an den Feiertagen öffnen. Karfreitag ist der höchste kirchliche Feiertag unter den Protestanten, Ostern das wichtigste Fest der Katholiken. Doch obwohl in einigen Bundesländern die Läden gesetzlich geöffnet haben dürfen, unterliegt die Entscheidung den Lebensmittelhändlern. Die großen Handelsketten Edeka, Aldi, Lidl und Rewe haben sich gegen die Feiertagsöffnung entschieden, damit auch ihre Mitarbeiter an Ostern freihaben können.

          Frühzeitig einkaufen und planen

          Der HDE rät den Kunden daher ebenfalls, den Einkauf frühzeitig zu planen: „Gehen Sie vorausschauend einkaufen. Überlegen Sie bereits jetzt, was Sie für die Feiertage benötigen“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Auch Christian Böttcher empfiehlt den Kunden schon jetzt eine Einkaufsliste anzulegen. „Machen Sie ihre Planung direkt am Wochenanfang, nutzen Sie die breiten Öffnungszeiten und verteilen Sie ihren Einkauf auf mehrere Tage.“

          Nach einer Studie der Offerista Group machen genau das viele deutsche Konsumenten nicht: Über 90 Prozent der Befragten gaben an, nicht öfters einzukaufen. Knapp die Hälfte der Verbraucher geht einmal die Woche einkaufen, 35 Prozent alle drei Tage und nur 7 Prozent gehen täglich in ein Ladengeschäft.

          Mit Warenknappheit rechne der Lebensmittelhandel aber auch über die Osterfeiertage nicht. Das Ostersortiment sei früh genug in die Läden gekommen, so Böttcher. „Das Angebot einiger Hygieneartikel, Backzutaten oder Teigwaren kann in manchen Märkten und Regionen auch mal knapper sein.“ Flächendeckend rechne der Handel aber nicht damit. Auch um das Osterei muss sich keiner Sorgen machen, das teilte der Marktinfo-Dienst Eier und Geflügel (MEG) mit. Es sind genug Eier da.

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