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2020 das neue Ziel : Continental verschiebt Börsengang der Antriebssparte

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Vorstandsvorsitzender Elmar Degenhart Bild: dpa

Eigentlich wollte der Autozulieferer seine Antriebssparte noch 2019 an die Börse bringen. Daraus wird nun nichts. Die Schwierigkeiten der Autobranche zeigen sich derweil auch in den Continental-Zahlen.

          Der Autozulieferer Continental verschiebt den Börsengang seiner Antriebssparte auf nächstes Jahr. Voraussichtlich gegen Ende des zweiten Halbjahres könnte der Kapitalmarkt über weitere Details des geplanten Gangs aufs Parkett informiert werden, teilte der Dax-Konzern am Freitag anlässlich seiner Hauptversammlung in Hannover mit. Nach Abschluss weiterer technischer und regulatorischer Schritte werde das Unternehmen in der Lage sein, den Teilbörsengang abzuschließen.

          Je nach Marktlage sei ab 2020 mit dem Teilbörsengang der Vitesco genannten Sparte zu rechnen. Es gebe keinen Zeitdruck beim Teilbörsengang, betonte ein Sprecher. Continental will die Mehrheit an der Sparte behalten, die auch Elektroantriebe umfasst.

          Zur Bilanzpressekonferenz im März hatte Conti noch mitgeteilt, die Vorbereitungen für einen möglichen Teilbörsengang im zweiten Halbjahr 2019 liefen planmäßig. Im Januar hatte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer allerdings bereits eingeschränkt, Conti wolle seine Antriebssparte (Powertrain) nicht um jeden Preis an die Börse bringen. Die Gründe für die Verschiebung nannte das Unternehmen nicht. Zuvor hatte bereits Volkswagen den geplanten milliardenschweren Börsengang seiner Lkw- und Bus-Tochter Traton verschoben. Als Grund nannte der Wolfsburger Konzern das schlechte Marktumfeld.

          Deutlicher Gewinnrückgang

          Continental verbuchte im Auftaktquartal einen deutlichen Gewinnrückgang. Das bereinigte operative Ergebnis sank um 17 Prozent auf 884 Millionen Euro. Der Umsatz legte marginal auf gut elf Milliarden Euro zu. Die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand. Demnach peilt Continental einen Umsatz zwischen 45 und 47 (Vorjahr 44,4) Milliarden Euro und eine operative Rendite zwischen acht und neun (9,3) Prozent an.

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          Vorstandschef Elmar Degenhart sprach von einem „soliden“ Ergebnis - da die weltweite Autoproduktion zu Beginn des Jahres wie erwartet stark gesunken sei. Vorläufigen Daten zufolge sei die Autoproduktion in den ersten drei Monaten auf Jahressicht um über 6 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr musste der hannoversche Konzern mehrfach seine Gewinnziele nach unten korrigieren, weil der Abwärtstrend an den Automobilmärkten die Margen drückte.

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