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Rederei Hapag-Lloyd : Containerschiff fährt mit altem Frittenfett

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Ein Containerschiff der Rederei Hapag-Lloyd wird in den Hamburger Hafen geschleppt. Bild: dpa

Die Reederei Hapag-Lloyd testet einen Bio-Kraftstoff, der aus alten Speiseölen und -fetten besteht. Damit will das Unternehmen den CO2-Ausstoß seiner Schiffe senken. Auch andere Branchen verfolgen diese Idee.

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          Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd testet auf einem ihrer Schiffe einen Biokraftstoff, der zu 20 Prozent aus gebrauchten Speiseölen und -fetten aus der Gastronomie stammt. Der Treibstoff „B20“ solle die CO2-Emissionen des Containerschiffs „Montreal Express“ um bis zu 90 Prozent senken, teilte Hapag-Lloyd am Montag in Hamburg mit. Bei dem Test will Hapag-Lloyd Erfahrungen und Informationen über die Eigenschaften des Treibstoffs in der Praxis sammeln.

          Sollte „B20“ keine nachteiligen Auswirkungen auf den Schiffsbetrieb haben, könnte der Bio-Kraftstoff künftig auch in anderen Schiffen der Hapag-Lloyd-Flotte eingesetzt werden. Die Reederei will die spezifischen CO2-Emissionen bis zum Ende dieses Jahres um 50 Prozent gegenüber 2008 senken.

          Die „Montreal Express“ ist mit einer Tragfähigkeit von 4400 Standardcontainern (TEU) und einer Länge von 294 Metern ein mittelgroßes Containerschiff. Es verkehrt im Liniendienst zwischen Europa und Kanada.

          Die Idee, Treibstoff mit Speiseöl- oder Fettresten anzureichern, um so den CO2-Ausstoß zu senken, wird auch in anderen Branchen verfolgt. Seit Kurzem betankt etwa der Mineralölkonzern Shell in San Francisco Maschinen der Lufthansa mit SAF - ein aus landwirtschaftlichem Abfallfett gewonnener Treibstoff, dem bis zu 30 Prozent Anteil konventioneller Treibstoff beigemischt wird. Hergestellt wird er von World Energy in Kalifornien.

          Auch am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos sorgte der Treibstoff SAF für Schlagzeilen. Am Tag der offiziellen Eröffnung des Forums wurde am Flughafen Zürich zum ersten Mal eine Geschäftsmaschine mit der Mischung aus nachhaltigem und herkömmlichem Flugzeugtreibstoff betankt. Für einen flächendeckenden Einsatz ist das Gemisch jedoch noch nicht geeignet. SAF ist mit Blick auf seine technischen Eigenschaften zwar herkömmlichem Kerosin gleichwertig. Sein flächendeckender Einsatz wird aber auch dadurch erschwert, dass SAF immer noch rund drei bis vier Mal teurer ist als herkömmliche Flugzeugtreibstoffe.

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