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Gerüchte um Übernahme : Unicredit und ING schachern um die Commerzbank

  • Aktualisiert am

Hat er die Commerzbank im Blick? Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier will die Abhängigkeit von Italien verringern. Bild: Bloomberg

Seit dem Abbruch der Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank machen Gerüchte über eine Übernahme der Commerzbank die Runde. Investmentbanken prüfen schon eine Offerte. Doch viele Hürden stehen noch im Weg.

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          Wenige Wochen nach dem Abbruch der Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank steht die Commerzbank im Mittelpunkt von Übernahmegerüchten. Verschiedene Investmentbanken sollen von den möglichen Interessenten, der italienischen Unicredit und der niederländischen ING, engagiert worden sein, um eine Übernahmeofferte zu prüfen. Wie von der F.A.Z. berichtet, setzt Unicredit auf die Investmentbank Lazard und auf JP Morgan. Die Nachrichtenagentur Bloomberg nannte am Mittwoch Perella Weinberg als Berater der ING. Dort ist mit Stefan Jentzsch ein profunder Kenner des deutschen Bankenmarkts Partner. Er war früher Vorstand der Hypo-Vereinsbank (HVB), die zur Unicredit gehört, sowie Chef von Dresdner Kleinwort, der Investmentbank der Dresdner Bank. Für Lazard ist der frühere Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen tätig. Gute Kontakte ins Finanzministerium können hilfreich sein, denn der Bund hält knapp 16 Prozent an der Commerzbank.

          Die beteiligten Banken und die genannten Fusionsberater äußerten sich zu den Informationen nicht. Unicredit ergänzte im Nachgang – nach eigenen Angaben auf Anfrage der italienischen Marktaufsicht –, es sei „im Zusammenhang mit potentiellen angeblichen Marktoperationen“ kein Bankenmandat unterzeichnet worden. Das mag auf den ersten Blick als Dementi erscheinen, ist aber keines. Denn bestehende Beraterengagements werden in solchen Prozessen öfters erst in später Phase formell besiegelt. Über das Engagement der Investmentbanken durch Unicredit berichteten auch Agenturen.

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