https://www.faz.net/-gqe-a7puf

Zusammenarbeit in der Cloud : Commerzbank schließt strategische Partnerschaft mit Microsoft

Die Commerzbank umgeben von anderen Banken und vielen, vielen Wolken. Bild: Lukas Kreibig

Anders als die Deutsche Bank legt die Commerzbank Wert auf mehrere Partner, wenn es um die Auslagerung von Daten in die Cloud geht. Die angekündigte Kooperation ist nur auf den ersten Blick eine Kehrtwende.

          1 Min.

          Die Commerzbank hat mit dem amerikanischen Unternehmen Microsoft für die kommenden fünf Jahre eine strategische Partnerschaft geschlossen. Sie wolle „einen signifikanten Teil ihrer Anwendungen in die Cloud-Computing-Plattform Microsoft Azure auslagern“, teilte die Commerzbank am Mittwoch mit.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Damit liegt die Commerzbank im Trend: Viele Banken speichern zunehmend Daten in der Cloud, damit Mitarbeiter über das Internet und somit von überall aus arbeiten können. Die Nachricht aber überrascht insofern, als die Commerzbank bisher auf mehrere Cloud-Partner setzt – auf Google und Microsoft.

          Amazon, Microsoft und Google im Wettstreit

          Die drei amerikanischen Unternehmen Amazon, Microsoft und Google liefern sich gerade einen Wettlauf um die Gunst europäischer Großbanken. Als Marktführer für Banken-IT in der Cloud gilt Amazon gefolgt von Microsoft. Google holt allerdings auf und punktet zunehmend mit seinen Fähigkeiten in der Analyse großer Datenmengen. Im Jahr 2020 schloss die Deutsche Bank mit Google eine exklusive Partnerschaft für zehn Jahre.

          Die Commerzbank wird, wie sie am Mittwoch betonte, ungeachtet ihrer neuen strategischen Partnerschaft mit Microsoft weiterhin mit mehreren Technologiepartnern zusammen arbeiten. Es würde daher nicht überraschen, wenn sie demnächst auch eine Partnerschaft mit Google bekannt gäbe. Schließlich hat die Commerzbank das Ziel, bis zum Jahr 2023 etwa 80 Prozent ihrer IT-Anwendungen in die Cloud zu verlagern. Das zeigt: Die Cloud-Nutzung hat sich weiter entwickelt.

          Stufen der Cloud-Nutzung

          Im Jahr 2016 begann die Commerzbank, Speicherplatz und Rechenleistung über eine eigene („private“) Cloud zu beziehen. Seit 2018 nutzt sie eine hybride Cloud, lagert also mehr und mehr Daten in Speicher von Partnern wie Microsoft und Google aus. An solche Auslagerungen, gerade wenn es um Kundendaten geht, stellt die Bankenaufsicht hohe Anforderungen.

          Inzwischen nutzen Banken die Cloud auch, um dafür neue IT-Module zu entwickeln und so ihre schwerfällige IT zu modernisieren. Auch die Commerzbank will mit Microsoft gemeinsam IT-Lösungen entwickeln. Sie erhofft sich davon einen höheren Automatisierungsgrad und niedrigere Kosten.

          Weitere Themen

          Neue Energielabels für Haushaltsgeräte

          EU-Regelung : Neue Energielabels für Haushaltsgeräte

          Ab heute gelten für Kühlschränke, Waschmaschinen und Fernseher die neuen EU-Kennzeichen für die Energiestufen A bis G. Zudem müssen Hersteller Ersatzteile künftig bis zu zehn Jahren vorrätig halten und Reparaturinformationen mitliefern.

          Topmeldungen

          Junge Soldaten und eine Verehrerin von Präsident Putin und Verteidigungsminister Schoigu in Sewastopol

          Sieben Jahre Krim-Annexion : Zankapfel der Welt

          Schwarzmeerfestung: Die Bewohner der annektierten Halbinsel Krim haben ihre Illusionen über Russland verloren, wollen aber nicht zurück zur Ukraine.
          Menschen gehen am Sonntag bei Sonnenschein am Rheinufer in Düsseldorf spazieren.

          Vor Beratungen : Öffnen beim Anblick der dritten Welle?

          Deutschland steht vor einer neuen Pandemie-Welle. Die Politik sucht eine Gratwanderung zwischen Vorsicht und Lockerungen. Sind regionale Strategien und Schnelltests die Lösung?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.