https://www.faz.net/-gqe-9l5ig

„Kommentare treffen mich“ : Commerzbank-Chef will Mitarbeiter besser informieren

Martin Zielke Bild: Reuters

Martin Zielke fehlte auf der Betriebsversammlung der Commerzbank. Nach Kritik wendet er sich nun in einem Brief an die Angestellten.

          Nach seinem Fernbleiben auf der Betriebsversammlung der Commerzbank in dieser Woche und viel Kritik im Intranet an den am vergangenen Wochenende offiziell begonnenen Fusionsverhandlungen mit der Deutschen Bank hat sich Commerzbank-Chef Martin Zielke an diesem Freitag in einem Brief „an alle Mitarbeiter“ gewandt.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Aussagen wie ,Das Wohl der Mitarbeiter liegt dem Vorstand nicht am Herzen‘, aber auch der Tonfall der Kommentare treffen mich auch durchaus persönlich“, schreibt Zielke und gibt zu, „in puncto Dialogkultur können wir noch besser werden“. Er wolle mit der Dialogkultur einen Schritt weiterkommen, verspricht Zielke.

          Die Sondierungsgespräche mit der Deutschen Bank will er so kurz wie möglich halten, um schnell zu Ergebnissen zu kommen und die Phase der Unsicherheit für die Mitarbeiter zu begrenzen. Die Angst der Mitarbeiter ist groß, weil 25.000 bis 30.000 Arbeitsplätze durch eine Fusion wegfallen könnten.

          Auch besteht in der Commerzbank Angst vor dem in der Deutschen Bank dominanten Investmentbanking. Zielke betont in dem Mitarbeiterbrief, dass die Commerzbank bei ihren Privat-und Firmenkunden hohe Akzeptanz genießt, weil sie tief in der Realwirtschaft verankert sei. „Von daher habe ich eine sehr klare Vorstellung, wie wir unser Geschäft sinnvoll weiterentwickeln können“, schreibt Zielke.

          Weitere Themen

          Der neue Häuserkampf Video-Seite öffnen

          FAZ Plus Artikel: Mietpreise : Der neue Häuserkampf

          Wohnen wird immer teurer. Viele treibt die Sorge um, auf dem verrückten Markt nicht mehr mithalten zu können. Jetzt wird sogar über Enteignungen diskutiert.

          Topmeldungen

          Karfreitag in Nordirland : Ein Tag der Trauer

          Dass es in Nordirland seit mehr als zwanzig Jahren weitgehend friedlich geblieben ist, gehört zu den großen Leistungen der Politik. Doch mit dem Mord an einer Frau in Londonderry ist die Gefahr für den Frieden wieder einmal deutlich geworden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.