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„Kommentare treffen mich“ : Commerzbank-Chef will Mitarbeiter besser informieren

Martin Zielke Bild: Reuters

Martin Zielke fehlte auf der Betriebsversammlung der Commerzbank. Nach Kritik wendet er sich nun in einem Brief an die Angestellten.

          Nach seinem Fernbleiben auf der Betriebsversammlung der Commerzbank in dieser Woche und viel Kritik im Intranet an den am vergangenen Wochenende offiziell begonnenen Fusionsverhandlungen mit der Deutschen Bank hat sich Commerzbank-Chef Martin Zielke an diesem Freitag in einem Brief „an alle Mitarbeiter“ gewandt.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Aussagen wie ,Das Wohl der Mitarbeiter liegt dem Vorstand nicht am Herzen‘, aber auch der Tonfall der Kommentare treffen mich auch durchaus persönlich“, schreibt Zielke und gibt zu, „in puncto Dialogkultur können wir noch besser werden“. Er wolle mit der Dialogkultur einen Schritt weiterkommen, verspricht Zielke.

          Die Sondierungsgespräche mit der Deutschen Bank will er so kurz wie möglich halten, um schnell zu Ergebnissen zu kommen und die Phase der Unsicherheit für die Mitarbeiter zu begrenzen. Die Angst der Mitarbeiter ist groß, weil 25.000 bis 30.000 Arbeitsplätze durch eine Fusion wegfallen könnten.

          Auch besteht in der Commerzbank Angst vor dem in der Deutschen Bank dominanten Investmentbanking. Zielke betont in dem Mitarbeiterbrief, dass die Commerzbank bei ihren Privat-und Firmenkunden hohe Akzeptanz genießt, weil sie tief in der Realwirtschaft verankert sei. „Von daher habe ich eine sehr klare Vorstellung, wie wir unser Geschäft sinnvoll weiterentwickeln können“, schreibt Zielke.

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