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Colorado : Eine Stadt wird zur Bierhalle

Frisch gestrichen: die Elk Avenue in Crested Butte, Colorado Bild: MATTHEW STAVER/The New York Time

Ein kleiner Ort in Amerika hat dem Bierkonzern Budweiser erlaubt, die Straßen für einen Werbespot kurzzeitig blau zu färben. Dieses Geschäft des Bürgermeisters sorgt für Ärger.

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          Eine blaue Hauptstraße für 500.000 Dollar – dieses Geschäft sorgt im Örtchen Crested Butte in Colorado für Ärger. Ohne es an die große Glocke zu hängen, hat die Stadtverwaltung den Ort für ein Wochenende an den Bierkonzern Budweiser vermietet, der einen Werbespot unter dem Titel „Whatever, U.S.A.“ drehen will.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          1000 Jugendliche wird Budweiser einfliegen, die in einem Party-Marathon zwischen extra angelegten Heißbädern und Sandbars gefilmt werden. Nicht nur die Straße, auch Straßenlaternen und vieles andere mehr hat der Bierbrauer blau färben lassen. Anwohner müssen Handbänder tragen, damit sie das Stadtzentrum während der Dreharbeiten noch betreten dürfen.

          Der Ärger über die Ausvermietung der Stadt ist groß. „Die Stadtregierung wurde nicht gewählt, um die Stadt in eine Wochenendbierhalle zu verwandeln“, macht der frühere Senator und Anwohner Tim Wirth seinem Ärger Luft. Andere Bürger schimpfen nach Medienberichten darüber, dass der Bürgermeister das Geld sprechen lasse.

          Um den Ärger zu dämpfen, musste Budweiser sein ursprüngliches Angebot verdoppeln. Für den Ort mit seinen 1500 Einwohnern sind die 500.000 Dollar viel Geld. Das Jahresbudget beläuft sich auf etwa 10 Millionen Dollar. Die „Spende“ soll für noch unbekannte Investitionen verwendet werden.

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