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Erfolg des Branntweins : Cognac gilt als Symbol des Aufstiegs

Hunderte Fässer der Remy Martin Fabrik, in denen alter und besonders seltener Cognac aufbewahrt wird in der gleichnamigen Stadt in Frankreich. Bild: Reuters

Der Absatz des französischen Branntweins wächst rund um die Welt, Winzer erweitern daher ihr Anbaugebiet. Nur in Europa geht die Nachfrage zurück.

          3 Min.

          Minusgrade im Mai sind die Feinde der Winzer. Im Anbaugebiet des Cognac haben die „Eisheiligen“ in diesem Jahr am ersten Maiwochenende zugeschlagen und nach Angaben des Branchenverbandes 12.000 Hektar oder 15 Prozent der Reben beeinträchtigt. Doch man kann sich gegen die Launen des Wetters wehren. Manche Winzer zünden Heufeuer an und lassen einen Hubschrauber darüber fliegen, der die warme Luft auf den Boden drückt. Andere haben Windräder installiert, mit denen sie die Abluft aus Öfen verteilen.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Zu solchen Investitionen sind die Cognac-Winzer heute in der Lage, weil ihr Endprodukt mehr denn je gefragt ist. In den zwölf Monaten bis Ende Juli 2019 stiegen die Ausfuhrzahlen der französischen Hersteller nach Angaben des Branchenverbandes BNIC auf 211 Millionen Flaschen – ein Höchststand und 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Wert kletterten die Exporte sogar um 6,9 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Die Ausfuhren aus Frankreich sind die entscheidende Kenngröße, denn 98 Prozent der Produktion gehen ins Ausland.

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