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Codeshare-Abkommen : Neuer Ärger für Air Berlin im Amerika-Geschäft

  • Aktualisiert am

Droht Air Berlin eine weitere Schlappe, diesmal im Amerika-Geschäft? Bild: AFP

Eigentlich möchte Air Berlin sein Amerika-Geschäft stärken. Doch nun stellt angeblich American Airlines das Abkommen infrage, nach dem die beiden Gesellschaften seit Jahren gemeinsam Flüge vermarkten.

          Air Berlin kommt nicht aus den Schlagzeilen heraus. Jetzt berichtet die Zeitschrift „Spiegel“, dass die amerikanische Fluggesellschaft American Airlines das so genannte Codeshare-Abkommen aufzukündigen droht. Eine Sprecherin von American Airlines habe berichtet, dass die Fluggesellschaft die Vereinbarungen mit der deutschen Linie aktuell überprüfe. Schon Ende März könnte mit der Gemeinschaftsvermarktung von Air-Berlin-Flügen mit American Airlines Schluss sein, heißt es. Air Berlin selbst kommentierte die Zukunft der Code-Share-Vereinbarung nicht.

          Codesharing ist eine gängige Praxis bei Linienflügen und bedeutet, dass sich zwei oder mehr Gesellschaften einen Linienflug teilen. So können Airlines Flüge vermarkten, die sie gar nicht selbst durchführen. Auch können sie Anschlussflüge der Partnergesellschaft unter eigener Flugnummer anbieten. American Airlines und Air Berlin haben seit fast sechs Jahren ein solches Abkommen.

          Schon häufiger Knatsch mit Amerika

          Doch das ist dem Bericht zufolge nun in Gefahr und es träfe Air Berlin zur Unzeit. Denn eigentlich wollte der Chef der Fluglinie, Stefan Pichler, das Amerika-Geschäft ausbauen.

          Air Berlin und American Airlines gehören der Flugallianz „One World“ an, die ähnlich wie „Star Alliance“ oder „Sky Team“ zusammenarbeiten. Knatsch zwischen den beiden Fluggesellschaften hatte es aber schon früher gegeben: Als Air Berlin in der Vergangenheit einen Flug von Düsseldorf nach Dallas anbieten wollte, wehrte sich American Airlines vehement und am Ende wurde der Dienst nie aufgenommen.

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