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F.A.Z.-Exklusiv : Die Luftfahrt legt eigenes Klimapaket vor

Nach monatelanger Schelte in der Klimadebatte will die deutsche Luftfahrt mit einem Maßnahmenplan ihre Kritiker besänftigen. Bild: dpa

Die Grünen kritisieren Inlandsflüge und der CSU-Chef will die Bahn attraktiver machen. Nun wehrt sich die Flugbranche mit einer ganzen Reihe Ideen – und einem Seitenhieb an Fridays For Future.

          3 Min.

          Nach monatelanger Schelte in der Klimadebatte will die deutsche Luftfahrt mit einem Maßnahmenplan ihre Kritiker besänftigen. „Wir wollen erreichen, dass die luftverkehrsbedingten CO2-Emissionen auf null sinken“, steckt sich die Branche in einer noch unveröffentlichten Erklärung, die der F.A.Z. vorliegt, als Ziel. Bislang fühlte sie sich durch den EU-Emissionshandel und das internationale Corsia-Abkommen zum CO2-neutralen Wachstum verpflichtet. Für Reisende soll der Schwenk schon bald erkennbar werden: Die deutschen Fluglinien wollen ihre Kunden zu Kompensationszahlungen für Emissionen animieren, wenn sie Flüge buchen, und dafür entsprechende Angebote einbinden.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Branche will zudem eigene Mittel einsetzen – für Alternativen zu herkömmlichem Kerosin. „Wir sind bereit, uns bei Pilotprojekten zum Aufbau industrieller Anlagen zur Herstellung von Power-to-Liquid-Kraftstoff zu beteiligen“, heißt es in einer Erklärung, die das Präsidium des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) unter Vorsitz von Flugsicherungschef Klaus-Dieter Scheurle beschlossen hat. Dem Gremium gehören die Chefs von Lufthansa Cargo, Eurowings und Condor, der Flughäfen Frankfurt, München, Stuttgart, Düsseldorf und Hamburg sowie weitere Manager von Lufthansa bis zum TUI-Konzern an.

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