https://www.faz.net/-gqe-12j5j

Chronik : EU gegen Intel

  • Aktualisiert am

Intel zahlte Geld an PC-Hersteller, um Modelle mit Konkurrenzprozessoren zu verhindern Bild: REUTERS

Die EU-Kommission hat den weltweit führenden Chiphersteller Intel wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens zu einer Geldstrafe von 1,06 Milliarden Euro verdonnert. Rund acht Jahre haben die Ermittlungen gedauert. Die wichtigsten Stationen im Überblick.

          1 Min.

          Die EU-Kommission hat gegen den weltweit führenden Chiphersteller Intel nach rund acht Jahre langen Ermittlungen eine Geldstrafe von 1,06 Milliarden Euro verhängt. Intel soll mit unzulässigen Rabatten an Hersteller und Händler seine dominante Marktstellung missbraucht und den Rivalen AMD verdrängt haben. Nachfolgend die wichtigsten Stationen in einem der wichtigsten Wettbewerbsverfahren der EU:

          April 2001 Die EU-Kommission leitet unter Kommissar Mario Monti auf die Beschwerde von AMD hin eine Voruntersuchung ein. Intel muss Stellung nehmen.

          Juli 2005 Durchsuchungen in mehreren europäischen Intel-Standorten.

          Juli 2007 EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes leitet ein Wettbewerbsverfahren ein. Der Vorwurf: Intel bietet Herstellern Rabatte an, wenn sie ihre Produkte mit Intel-Prozessoren ausstatten und die Markteinführung von Computern mit AMD-Chips verzögern.

          Januar 2008 Intel reicht eine Stellungnahme zu den Beschwerdepunkten der EU-Kommission ein.

          Februar 2008 Durchsuchungen in der deutschen Hauptniederlassung von Intel bei München und bei Computerhändlern, darunter die Metro-Tochter Media-Markt.

          Juli 2008 Die Kommission legt Intel weitere Beschwerdepunkte über unzulässige Rabattaktionen vor.

          Januar 2009 Intel antwortet nach einem verlorenen Rechtsstreit vor dem Europäischen Gerichtshof mit vier Monaten Verspätung auf das Beschwerdeschreiben.

          März 2009 Die Kommission bittet Intel um Informationen über den weltweiten und europaweiten Umsatz. Strafen in Wettbewerbsverfahren können bis zu zehn Prozent des einschlägigen Umsatzes betragen.

          April 2009 Intel liefert die Umsatzdaten.

          Mai 2009 Die Kommission verhängt eine Geldstrafe von 1,06 Milliarden Euro oder 4,15 Prozent des Jahrsumsatzes 2008. Es ist die bisher höchste Kartellstrafe der EU.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Bielefelds Cedric Brunner (rechts) und Hamburgs Bakery Jatta im Zweikampf

          1:1 in Bielefeld : HSV verteidigt Tabellenführung

          Kein Sieger im Spitzenspiel: Arminias Klos trifft nur einmal und Bielefeld verpasst die Überraschung. Der HSV hingegen bleibt weiter an der Tabellenspitze – und hat das nächste Top-Duell bereits vor der Brust.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.