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Halbleiterfertigung : Chiphersteller TSMC geht in die Offensive

Zwei Arbeiter von TSMC arbeiten im Reinraum einer Chipfabrik. Bild: AFP

Der größte Halbleiter-Auftragsfertiger der Welt will seine Fertigung global ausbauen. Auch Deutschland preist sich als Standort für eine neue Fabrik an.

          3 Min.

          Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), der größte Auftragsfertiger für Halbleiter, geht in die Offensive und baut seine Produktion aus. Der Konzern will sich regional breiter aufstellen, um den Wünschen der Kunden nach mehr Versorgungssicherheit entgegenzukommen. Derzeit klagt vor allem die Automobilindustrie über einen eklatanten Chipmangel, der erheblich Umsatz kostet. C.C. Wei, Exekutivchef von TSMC, bestätigte am Donnerstag, dass man derzeit den Bau einer Wafer-Fabrik in Japan intensiv prüfe. Dieser Schritt wäre eine strategische Neuorientierung für das Unternehmen. Als mögliches Investitionsziel käme auch Deutschland in Frage, nachdem die Autohersteller nach mehr Liefersicherheit Halbleiter ruft. „Wir schließen keine Möglichkeit aus“, antwortete TSMC auf Anfrage der F.A.Z. „Derzeit haben wir aber keinen konkreten Plan, um in Europa eine Wafer-Fabrik zu bauen.“

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Die Taiwaner produzieren bislang vorrangig im eigenen Land und begrenzt auch in China. Dort wird die Produktion schon ausgebaut. In den USA baut das Unternehmen aktuell eine Fabrik in Arizona für 12 Milliarden Dollar. Das Werk soll im ersten Quartal 2024 die Massenproduktion beginnen. Während TSMC in China nur Halbleiter in älterer 28-Nanometer-Technik herstellt, soll die Fabrik in Amerika mit der modernsten 5-Nanometer-Technik arbeiten.

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