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Halbleiter-Konzern ASML : Der niederländische Riese in der Geopolitik

ASML-Mitarbeiter im Einsatz Bild: via REUTERS

ASML stellt Maschinen zur Produktion von Chips her. Der Konzern spielt eine Schlüsselrolle in einem Sektor, den die Politik an sich reißt. Das bringt Vorteile – und einen Nachteil.

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          Der Maschinenbaukonzern und IT-Zulieferer ASML findet sich mitten in weltpolitischen Verschiebungen wieder. Er ist maßgeblicher Produzent der Maschinen, mit denen Halbleiterunternehmen wie Intel und TSMC ihre Chips herstellen. International wird die Chipbranche zunehmend als kritische Infrastruktur angesehen. Das hat für den Konzern aus dem südniederländischen Veldhoven zwei Konsequenzen. Er profitiert davon, dass Staaten im Westen unabhängige IT-Sektoren wollen. Andererseits sind seine Lieferungen nach China bedroht.

          Klaus Max Smolka
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Unabhängig von der Politik beflügelt die Digitalisierung aller Lebensbereiche die Nachfrage nach Chips. Autos etwa würden immer weiter mit Elektronik und Informatik ausgestattet, sagte Vorstandsvorsitzender Peter Wennink in einem firmeneigenen Video-Interview, welches ASML anlässlich des Quartalsberichts auf seine Website stellte. Dazu komme das „Internet von allem“ als unaufhaltsamer Trend. Deswegen werden mehr Fabriken gebaut, auch mit staatlicher Hilfe – wie etwa in Magdeburg zu sehen. „Die geopolitische Situation, die von Staaten angestrebte technologische Souveränität treibt diese großen Investitions- und Subventionsprogramme an“, sagte Wennink. Das also ist der geopolitische Pluspunkt aus ASML-Sicht.

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